Grüne Gentechnik
Müller: Grüne Gentechnik für Sicherung der Welternährung unverzichtbar Künast muss ideologischen Widerstand aufgeben
+++ Als große Chance für die Sicherung der Welternährung in der Zukunft bezeichnete Bayerns Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller anlässlich der aktuellen Debatte im Deutschen Bundestag die Grüne Gentechnik heute in München. Die Bundesregierung dürfe sich hier ihrer Verantwortung für die Dritte Welt nicht länger verschließen. Müller: "Derzeit leben weltweit rund 6,4 Milliarden Menschen. 2025 werden es über 8 Milliarden sein. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) rechnet uns vor, dass der weltweite Nahrungsbedarf bis 2015 um 2,2 Prozent, die landwirtschaftliche Produktion jedoch nur um 2,0 Prozent steigen wird. Die Bevölkerung allein in den Entwicklungsländern wird in dieser Zeit um fast eine Milliarde Menschen zunehmen. Mit konventioneller Nahrungsmittelerzeugung allein ist der Hunger in der Welt nicht mehr zu besiegen. Wenn Frau Künast sich der Grünen Gentechnik aus ideologischen Gründen weiter verweigert und deutsche Forschung behindert, handelt sie schlicht verantwortungslos. Sie muss ihren Widerstand endlich aufgeben und die EU-Richtlinie zum Umgang mit der Grünen Gentechnik rasch umsetzen." +++
Die Grüne Gentechnik biete auch Vorteile für Umwelt und Verbraucher und habe hohes Potential für die Wirtschaftskraft Deutschlands, so Müller weiter. So ergebe sich etwa die Chance, in der Landwirtschaft mit schädlingsresistenten Pflanzen weitgehend auf den Einsatz von Pestiziden verzichten zu können. Auch die Gewinnung von Impfstoffen aus gentechnisch veränderten Pflanzen oder die Erzeugung allergenfreier Lebensmittel seien nicht zu unterschätzen. Müller: Bayern hat sich deshalb schon im September klar für eine intensive Förderung der Forschung entschieden. Nur wenn Deutschland sich nicht von der Forschung in diesem Bereich verabschiedet, ist es auch möglich, deutsche Sicherheitsstandards mit einzubringen."
Die Vorbehalte und Ängste in der Bevölkerung im Zusammenhang mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln nehme Bayern dabei sehr ernst, betonte die Staatssekretärin. Müller: "Trotz mehr als zehntausend Freisetzungen und millionenfachen Laborarbeiten sind weltweit noch keine Gesundheits- und Umweltschäden bekannt geworden, die auf die Grüne Gentechnik zurückzuführen wären. Gleichwohl ist entscheidend, dass Landwirte und Verbraucher umfassend und sachlich informiert sind und selbst darüber entscheiden können, ob sie gentechnisch veränderte Lebensmittel haben wollen oder nicht. Deshalb brauchen wir klare und transparente Kennzeichnungsregeln, wie sie die Europäische Union bereits auf den Weg gebracht hat."
Weitere Informationen: http://www.gentechnik.bayern.de
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