Oktoberfest ist Umweltwiesn: Auszeichnung für alle 14 Münchner Wiesn-Wirte
+++ Die Auszeichnung aller 14 Wiesen-Wirte ist der Beweiß, dass sich das Oktoberfest zur "Öko"-Wiesn gemausert hat, mit diesen Worten überreichte heute Umwelt-Staatssekretärin Emilia Müller allen 14 Wiesn-Wirten das Bayerische Umweltsiegel. Nach den Worten Müllers erfüllen alle 14 Wiesnzelte, die sich für die Auszeichnung beworben hatten, die Anforderungen für eine umweltbewusste Betriebsführung, neun davon sogar mit Bravour. Für das Umweltsiegel wurden zum Beispiel der Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abwasseraufbereitung der Wiesenwirte unter die Lupe genommen. Ökologisch vorbildlich ist der Verzicht auf Einweggeschirr oder der "Wiesnplan für Ökoschmankerl". Die Einhaltung der Kriterien überprüfte ein unabhängiges Gutachterteam aus Vertretern des TÜV Südbayern, der Regierung von Oberbayern und des Vereins "Aktivsenioren Bayern". +++
Das Umweltsiegel, das von Umwelt- und Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband ins Leben gerufen wurde, wird dieses Jahr zum 3. mal an Festzeltbetreiber verliehen. Auch heuer konnten die Wiesnzelt-Betreiber ihren Erfolg aus den letzten beiden Jahren wiederholen: Erneut erfüllen alle Festzeltbetreiber die strengen Prüfkriterien und erhalten deshalb das Gütesiegel, neun davon sogar in "Gold". Erstmalig überwiegen die Auszeichnungen in Gold. "Ein deutliches Zeichen, dass die Betriebe neben der Ökonomie auch in den Umweltschutz investiert haben Aber Umweltschutz auf der Wiesn rentiert sich auch für die Wiesnwirte", so Müller. Allein durch das Wassersparen werden rund 2 Millionen Euro eingespart. Durch den Verzicht auf Einweggeschirr fällt auch deutlich weniger Abfall an. Mussten die Müllcontainer früher täglich geleert werden, so reichen mittlerweile zwei Leerungen für die gesamte Wiesnzeit!
Bereits 1991 hat Bayern als bundesweiter Vorreiter die Aktion "Umweltbewusster Hotel- und Gaststättenbetrieb" ins Leben gerufen. Derzeit erfüllen rund 270 bayerische Gastgewerbebetriebe die strengen Umweltauflagen. Alle drei Jahren muss der Umwelt-Check wiederholt werden, um sich mit der begehrten Auszeichnung zu schmücken. Partnerschaftlicher Umweltschutz im Rahmen des Umweltpakts Bayern führt nach Meinung der Umwelt-Staatssekretärin zu mehr Eigenverantwortung und Freiwilligkeit im betrieblichen Umweltschutz. Ein Beweis für das Interesse an der Aktion von Umwelt- und Wirtschaftsministerium ist die Nachahmung durch den deutschen Hotelverband und den Tiroler Gaststättenverband.
Weitere Informationen: http://www.umweltpakt.bayern.de
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