Schnappauf: Bundesregierung muss endlich für umfassendes Klonverbot eintreten
Die Bundesregierung muss sich bei den jetzt anstehenden Verhandlungen der Vereinten Nationen für ein umfassendes internationales Klonverbot einsetzen. Dazu forderte der Bundesrat die Bundesregierung heute auf Initiative Bayerns auf. Zudem sah der Bundesrat keinen Bedarf, das geltende Stammzellgesetz zu ändern.Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf begrüßte das Bundesratsvotum als wichtigen Schritt für eine Stärkung des Lebensschutzes. Schnappauf: "Die Bundesregierung muss jetzt endlich die klar ablehnende Haltung des Bundestages und des Bundesrates zum therapeutischen Klonen respektieren und sich entschlossen für ein umfassendes internationales Klonverbot stark machen. Menschliches Leben darf nicht zum wohlfeilen Ersatzteillager reduziert werden." Das sog. therapeutische Klonen sei wie das reproduktive Klonen klar und deutlich abzulehnen, betonte der Minister. Der lauter werdende Ruf nach dem Forschungsklonen sei ein leichtfertiges Spiel mit Hoffnungen. Es dürfe nicht vergessen werden, dass dafür frühestes menschliches Leben getötet werden müsse.
Der Bundesrat hatte der Forderung Bayerns im Rahmen seiner Stellungnahme zum Ersten Stammzellenbericht der Bundesregierung zugestimmt.
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