Müller: Umweltbildung fördert viele Kinder-Kompetenzen
+++Das neue Projekt "Leben gestalten lernen" bringt erstmals systematisch Umweltbildung in die Kindergärten. "Umweltbildung ist die Grundvoraussetzung für einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Für diese Bildung zur Nachhaltigkeit ist neben der Familie der Elementarbereich der bedeutendste Lern-Ort", betonte Umweltstaatssekretärin Emilia Müller heute bei der Vorstellung des Projektes im Arche Noah Kindergarten in Hilpoltstein. Das Projekt zeige eindrucksvoll, wie über Themen und Methoden der Umweltbildung kindliche Kompetenzen bei Kommunikation, Motorik, dem achtsamen Umgang mit sich selbst und anderen gefördert wird. Müller: "Umweltbildung schafft Lebenskompetenz und macht unsere Kinder stark."+++
Unter dem Motto "4.000 wache Stunden optimal nutzen" hat der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit Förderung des Umweltministeriums bundesweit bisher einmalig eine Vielzahl von Materialien für Kindergärtnerinnen entwickelt. Neben einem Sammelordner voller Spiele, Experimente, Rezepten und Gestaltungsvorschlägen für drinnen und draußen, gibt es einen Film, der über ein Jahr lang Kinder bei der Umsetzung begleitet. "Aus meiner Sicht ein gelungenes Standardwerk mit hoher Praxistauglichkeit und komprimierter Theorie in sehr ansprechender Aufmachung. Ein kluger Rabe begleitet die Spiele und Experimente", fasste Müller zusammen und appellierte an die Verantwortlichen in den Kindergärten die neuen Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen und Vorreiter in der Umweltbildung zu werden. Das Werk soll bayernweit Verbreitung finden. In den nächsten 12 Monaten bietet der LBV eine Fortbildungsreihe für Erzieherinnen in Umweltbildungseinrichtungen dazu an. Teilnehmende "Betriebe" werden ausgezeichnet. Eine Fahne "4.000 wache Stunden" wird das besondere Engagement in der Bildung zur Nachhaltigkeit signalisieren. Das Umweltministerium hat das Bildungs- und das sich anschließende Fortbildungskonzept mit etwa 178.000 Euro gefördert.
Umweltbildung hat in Bayern einen hohen Stellenwert. Eine Vielzahl an Trägern, von Verbänden über Kommunen bis hin zu den Kirchen bieten an über 30 anerkannten Umweltstationen und weiteren 80 Umweltbildungseinrichtungen ein vielgestaltiges Programm. Jährlich über 190.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Bildungsveranstaltungen und weitere 220.000 Besucher von Ausstellungen zeigt die Leistungsbilanz allein der Umweltstationen. Mit jährlich über 1,7 Millionen Euro unterstützt das Umweltministerium über 200 Umweltbildungsprojekte. "Für eine lebenswerte Zukunft müssen wir eine Kultur der gesellschaftlichen Mitverantwortung und der Achtsamkeit wieder lernen. Moderne Umweltpolitik setzt auf Vorsorge statt Reparatur", begründete Müller das staatliche Engagement. Mehr Infos zur Umweltbildung unter www.umweltbildung.bayern.de.
Weitere Informationen: http://www.umweltbildung.bayern.de
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