Bernhard: Schluss mit 0190er-Abzocknummern - ab 2006 mehr Transparenz
+++ Im neuen Jahr ist Schluss mit 0190er-Abzocknummern; der Telefonkunde erhält mehr Rechtssicherheit und Gebührentransparenz. Dies erklärte Bayerns Verbraucherschutz-Staatssekretär Otmar Bernhard heute in München anlässlich der ab dem 1.1.2006 geltenden neuen Telefontarif-Bestimmungen. Bernhard: "Ab 2006 werden die 0190er-Nummern von 0900er-Nummern abgelöst. Dann wird die Bundesnetzagentur jede Nummer einzeln an einen Dienstleistungsanbieter zuordnen und nicht, wie bisher üblich, in 1000er-Blöcken an den Netzbetreiber abgeben." Diese eindeutige und sofortige Rückverfolgbarkeit schrecke Abzocker und Betrüger ab und komme damit letztendlich allen Telefonkunden zugute. +++
Dennoch empfiehlt Bernhard, auch weiterhin Service-Rufnummern mit der notwendigen Vorsicht zu verwenden. Während bei den 0190er-Nummern die fünfte Ziffer genau festgelegt hat, wie viel das Telefonat kostet, ist das bei den 0900er-Nummern nicht mehr der Fall. Auch hier ist zwar an der fünften Ziffer zu erkennen, ob es sich beispielsweise um einen Informations- oder um einen Erotikdienst handelt; die Gebühr kann aber beliebig bis zur gesetzlichen Preisobergrenze von zwei Euro pro Minute ausgereizt werden. Bernhard: "Wichtig ist, auf die gesetzlich vorgeschriebene kostenlose Preisansage zu achten. Entscheiden Sie erst danach, ob Sie die Dienstleistung nutzen wollen oder nicht. Die ersten drei Sekunden nach der Ansage müssen gebührenfrei sein. Also erst überlegen, dann anrufen.
Weitere Informationen zu 0190/0900-Nummern gibt es auf der Internetseite der Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de - unter Verbraucher) oder der Verbraucherzentrale Bayern (www.verbraucherzentrale-bayern.de- Stichwort '0190').
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