Bernhard: Weihnachtsgeschenke nicht auf Pump kaufen
+++ Die Verbraucherinsolvenzen in Bayern sind im laufenden Jahr sprunghaft gestiegen. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit warnt deshalb Verbraucherschutz-Staatssekretär Otmar Bernhard, Weihnachtsgeschenke nicht auf Kredit zu kaufen. Bernhard: "Finger weg von Angeboten wie 'Jetzt kaufen - später bezahlen' oder 'Wünsche werden wahr, jetzt mit Zahlpause'. Niemand freut sich über ein Geschenk, das den Schenkenden in die Schuldenfalle treibt". Vermeintlich verlockende Kredite sind dem Staatssekretär zufolge auf den zweiten Blick oft nicht so günstig wie sie vermuten lassen. Und auch der günstigste Kredit müsse einmal zurückgezahlt werden. Insgesamt ist in Bayern die Zahl der Verbraucherinsolvenzverfahren im 1. Halbjahr 2005 um fast 50 Prozent auf über 3.000 gestiegen. Die durchschnittliche Verschuldung dieser Haushalte liegt bei über 84.000 Euro. "Damit die Schuldenfalle nicht zuschnappt, sollte man schon bei den ersten Warnsignalen reagieren und fachlichen Rat einholen. Sonst besteht die große Gefahr, schnell den Überblick zu verlieren und sich zu überschulden", betonte Bernhard. +++
Nicht nur die Hausbank winkt mit Krediten. Um die Gunst des Verbrauchers buhlen auch Warenhäuser und Versandhandel sowie eine Vielzahl von Kreditanbietern, wie Kreditkartengesellschaften, Autobanken oder Leasingunternehmen. "Eltern sollten in jedem Fall die finanziellen Folgen von Geschenken für ihre Kinder bedenken und bereits Kinder und Jugendliche für die Gefahren der Verschuldung sensibilisieren", so Bernhard. Damit es erst gar nicht zur Überschuldung kommt, stehen die Verbraucherverbände mit Rat und Tat zur Seite. Ist es aber passiert, helfen Schuldnerberatungsstellen, z.B. der Wohlfahrtsverbände. "Je eher man die Schuldnerberatung aufsucht, desto leichter ist der Weg zurück in solide Finanzen", empfiehlt der Staatssekretär.
Informationen und Tipps finden die Verbraucher im Verbraucherinformationssystem VIS Bayern unter http://www.vis-recht.bayern.de.
Weitere Informationen: http://www.verbraucherschutz.bayern.de
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