Müller: Füße von Diabetikern besonders gefährdet - auf Warnsignale achten
+++ Füße von Diabetikern sind besonders gefährdet. Kleine, eigentlich unbedeutende Verletzungen können zu schwerwiegenden Komplikationen oder Amputationen führen. Dies betonte Bayerns Gesundheitsstaatssekretärin
Emilia Müller anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November. Müller: "Fußprobleme sind der häufigste Grund für einen Krankenhausaufenthalt bei Diabetikern und enden viel zu oft mit der Amputation des Fußes. In Deutschland führt Diabetes zu 30.000 Fußamputationen im Jahr. Durch geeignete Vorsorge- und Behandlungsmaßnahmen können viele Fußgeschwüre, die zu einer Amputation führen können, verhindert werden." Im Rahmen der Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern investiert Bayern 6,7 Millionen Euro in Projekte für Prävention und Gesundheitsförderung. "Am besten ist Diabetes schon im Kindesalter vorzubeugen, als ein Leben an der Erkrankung leiden zu müssen", so Müller. +++Um eine Gefährdung erkennen zu können, muss man die Warnsignale kennen. Das Anschwellen des Fußes bzw. Knöchels, rote, blaue oder schwarze Verfärbungen, Schmerzen in den Beinen und offene oder schlecht verheilende Wunden können ein Zeichen sein. Eine regelmäßige Inspektion der Füße, geeignetes Schuhwerk und eine rasche Behandlung von allen Fußproblemen können Vorsorgemaßnahmen sein. "Prävention ist besser und günstiger als Heilen, deshalb haben wir die Prävention von Volkskrankheiten wie Diabetes als wichtiges Thema unserer Gesundheitspolitik aufgegriffen", so Müller.
In Bayern gibt es derzeit mehrere Hunderttausende Diabetiker deutschlandweit ca. 6,3 Mio. Die Zahlen wachsen rasant. Nach Expertenschätzung sind bis 2010 in Deutschland rund 10 Millionen Diabeteserkrankungen zu erwarten. "Die Folgekosten von Diabetes für das Gesundheitswesen sind enorm, Aufwendungen für die Behandlung allein von Diabetes und dessen Folgeerkrankungen betragen 15 20 Prozent aller Gesundheitskosten", so Müller. Diabetes ist auch eine der Hauptursachen für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Nierenversagen, aber auch für Sehbehinderungen bis hin zur Erblindung.
Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de
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