Schnappauf: Impfung rechtzeitig wahrnehmen
+++ Einen eindringlichen Appell an die Bevölkerung Bayerns richtete Gesundheitsminister Werner Schnappauf heute in München, sich für das bevorstehende Winterhalbjahr gegen Grippe schutzimpfen zu lassen. Schnappauf: "Die ersten Impfstofflieferungen sind bei den Ärzten eingetroffen; die jährliche Schutzimpfung ist also bereits möglich. Spätestens Anfang Oktober sollte die Impfung dann im Terminkalender fest vorgemerkt sein. Die Impfung macht jeder Hausarzt kostenfrei; auch eine Praxisgebühr fällt nicht an." Wer älter als 60 Jahre ist, schon durch andere Erkrankungen gesundheitlich geschwächt ist oder täglich mit sehr vielen Menschen eng zusammentrifft, sollte sich möglichst noch vor Beginn der kalten Jahreszeit schutzimpfen lassen. "Das menschliche Immunsystem braucht nach einer Grippe-schutzimpfung 7 bis 14 Tage Zeit, um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen. Gerade Risikogruppen sollen sich daher rechtzeitig schützen. Denn die echte Virusgrippe, die sog. Influenza, ist nicht ungefährlich. Vor allem, wenn das Immunsystem schon aus anderen Gründen geschwächt ist, kann es zu schweren Komplikationen kommen, warnt Schnappauf. +++
Im Gegensatz zum gewöhnlichen Schnupfen kann Influenza einen schweren Krankheitsverlauf und unter Umständen tödlichen Ausgang nehmen. "Derzeit liegt die Durchimpfungsrate bei den Risikogruppen bei 47 Prozent. Die Rate gilt es zu steigern. Ziel ist 100 Prozent", so der Minister. Geimpfte hingegen sind vor der Erkrankung geschützt und Ausfallzeiten in der Arbeit werden vermieden. Prävention durch freiwillige Impfaktionen in Betrieben kann deshalb Schnappauf zufolge den Unternehmen einen Standortvorteil im internationalen Wettbewerb bringen. Schnappauf: "Influenza verursacht während der jährlich wiederkehrenden Grippewelle 10 Prozent der Arbeitsausfälle und kostet dadurch der bayerischen Volkswirtschaft 100 Millionen Euro." Darüber hinaus bedeutet eine höhere Durchimpfungsrate auch, dass mehr Impfstoffkapazitäten bei den Serumwerken geschaffen werden. Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt - denn dadurch, so der Minister weiter, kann auch im Falle der befürchteten weltweiten Grippe-Epidemie schneller ausreichend Impfstoff produziert werden.
Wegen der sich ständig ändernden Eigenschaften der Grippeviren wird der Impfstoff jedes Jahr nach den aktuellen Empfehlungen der WHO zusammengesetzt. Daher muss die Grippeimpfung auch jedes Jahr wiederholt werden, um einen sicheren Schutz zu gewährleisten.
Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de
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