Die LBS packt Baulücken ein
Erste Grundstücke mit LBS-Stadthäusern in Oberhausen beplant / Erweiterte Wanderausstellung tourt durch Deutschland
Mit Plänen für Stadthäuser in drei Baulücken der Oberhausener Innenstadt tritt jetzt die LBS -Stadthaus-Initiative in ihre erste Praxisphase. Der Entwurf lag in Händen der Architektur-Professoren Walter Stamm-Teske (Weimar) und Klaus Theo Brenner (Berlin). Sie hatten schon die Stadthaus-Typologien für die Landesbausparkassen entwickelt. Die Wanderausstellung LBS-Stadthaus im Zentrum zu Hause zeigt diese Entwürfe gemeinsam mit den Siegern des von der LBS Nord initiierten Wettbewerbs Neue Stadthäuser in Osnabrück. Seit Mai 2003 zählte die Vorgängerversion dieser bundesweiten Ausstellung mehr als 50.000 Besucher in 36 Städten. In Oberhausen zeigen wir real, wie Stadthäuser in Nachbarbebauung aussehen, beschreibt Dr. Hans-Ulrich Gruß von der LBS Zukunftswerkstatt das neue Ausstellungskonzept. Angepasst an reale Gegebenheiten (Flächenzuschnitt, Nachbarbebauung, etc.) entwarf das Architekten-Team auf drei innerstädtischen Liegenschaften insgesamt 15 Häuser bzw. Wohnungen (70 bis 190 Quadratmeter) für verschiedene Nutzer-Gruppen von Singles und Wohngemeinschaften über Familien bis hin zu Mehrgenerationen-Wohngemeinschaften. Die reinen Baukosten liegen zwischen 97.000 und 265.000 Euro.
Entwürfe für Oberhausen
Zwillingshaus (Goebenstraße 21): Vier Baulücken, eine baumbestandene Fläche und der zusammenhängende Hof. Hier finden sechs Haushalte Platz: zwei familienfreundliche 5-Zimmer-Häuser mit einem 320 Quadratmeter großen Garten und je zwei separate Maisonettewohnungen übereinander mit Dachterrasse in den Obergeschossen.
Loft- und Zwillingshaus (Stöckmannstraße 38): In der circa 25 Meter breiten Baulücke werden mehrere großzügig dimensionierte Etagenwohnungen gestapelt und über ein Treppenhaus erschlossen. Ein Fahrstuhl (optional) lässt auch behindertengerechtes Wohnen zu.
Einfamilienreihenhaus (Stöckmannstraße 126 128): Auf das 460 Quadratmeter große Grundstück passt das klassisch geteilte Stadthaus. Entree, Wohnraum und der zweigeschossige Galerieraum bilden ein großzügiges Hochparterre. Die Trennwände der Individualräume (Arbeitsraum, Schlaf- und Kinderzimmer) können nach Bedarf ergänzt oder demontiert werden. Garten, Gartenterrasse und Dachterrasse bieten genügend Rückzugsmöglichkeiten im Freien.
Neue Stadthäuser in Osnabrück
Die neu konzipierte Ausstellung zeigt weitere Entwürfe, die die LBS Nord im vergangenen Jahr über den Wettbewerb Neue Stadthäuser in Osnabrück initiiert hatte. Ehrgeiziges Ziel: Die reinen Baukosten durften nicht über 800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen ohne an der Qualität zu sparen.
Der Siegerentwurf stammt von den Bremer Architekten gruppeomp. Ihr Haus richtet sich in erster Linie an junge Familien mit Kindern oder kinderlose Paare zwischen 30 und 45 Jahren. Es verfügt über 165 Quadratmeter Wohnfläche plus 15 Quadratmeter Abstellfläche im Erdgeschoss und ist mit einer Mindestbreite von acht Metern deutlich größer als übliche Reihenhäuser. Außerdem wurden ökologische Kriterien in die Planung einbezogen z. B. umweltverträgliche und gesunde Baustoffe, energiesparende Heizungsanlagen und Regenwassernutzung im Garten.
Die Exponate dieses Entwurfes sowie die Zweit- und Drittplatzierten sind im Rahmen der Wanderausstellung LBS-Stadthaus im Zentrum zu Hause zu sehen. Sie tourt weiter durch Deutschland und soll Architekten und Stadtplaner anregen, neue Konzepte zur Wiederbelebung der Innenstädte zu erarbeiten. Termine unter www.lbs.de/zukunftswerkstatt.
Die neue Stadthaus-Ausstellung präsentiert Konzepte für moderne City-Eigenheime: Sie soll Architekten und Stadtplaner zu neuen Entwürfen inspirieren und Bauherren ermutigen, aus dem Umland in die Stadt zurückzukehren. Foto: LBS Zukunftswerkstatt