Häuser aus Holz mit Gesundheitsrisiken
Nadelhölzer sorgen für gefährliche Emissionen / Haftungsrisiko für Architekten und Planer
Nadelhölzer emittieren gesundheitsgefährdende Stoffe, wenn Oberflächenbeschichtung und Wohnraumbedingungen nicht aufeinander abgestimmt sind. Das stellt jetzt das Fraunhofer-Institut für Holzforschung (Braunschweig) fest. Neues Haftungsrisiko für Architekten und Planer: Wer seinem Auftraggeber gesundheitsgefährdende Baustoffe empfiehlt, kann zum Schadensersatz herangezogen werden. "Kein Problem bei Massiv-Mauerwerk", betont Dr. Thomas Fehlhaber von der Unipor-Ziegel-Gruppe (München). Aufgrund ihrer guten Tragfähigkeit werden Nadelhölzer vorwiegend bei tragenden Bauteilen eingesetzt. Bis dato galten sie als unbedenklich, immerhin sind sie ein "naturbasiertes Produkt". Diese Einschätzung wird durch die Stellungnahme des Fraunhofer Institutes aus dem April 2003 relativiert: Denn Nadelhölzer emittieren flüchtige Stoffe, die zu hoher Konzentration organischer Verbindungen in der Raumluft führen können. Mögliche Folgen: Kopfschmerzen, Husten und Halsweh, schwere Allergien. Einzelfaktoren - zum Beispiel bestimmte Applikationen und Wohnbedingungen - können diese Gesundheitsgefahr je nach Einzelfall minimieren oder verstärken. Diese Analyse fällt jedoch nicht nur Laien schwer.
"Weist der Bauherr konkret nach, dass ihn das empfohlene Nadelholz krank macht, so muss der Anbieter mit Schadensersatz-Forderungen rechnen. Und das wird teuer", meint Rechtsanwalt Dr. Frank Biermann (Braunschweig), spezialisiert auf Baurecht. "Ziegel sind immer ein Naturprodukt und frei von Schadstoffen", erklärt Dr. Thomas Fehlhaber von der Unipor-Ziegel-Gruppe (München). Haftungsrisiken durch Emissionen organischer Verbindungen schließt er bei Ziegel-Mauerwerk aus.
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