Schnappauf: Vorbereitung für Impfversorgung läuft an
+++ Nachdem die Länder für fast 100 Millionen Euro die Bevorratung von antiviralen Medikamenten beschlossen haben, kommt jetzt auch Bewegung in die Impfversorgung der deutschen Bevölkerung. Wie Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf nach einer Sitzung des Bund-Länder-Koordinierungsgremiums heute in München mitteilte, sollen bis Jahresende 2005 Rahmenvereinbarungen mit den Impfstoffherstellern geschlossen werden, damit in einer möglichen Pandemie ausreichend Impfstoff für die gesamte deutsche Bevölkerung verfügbar sein wird , so der Minister. Die Vorbereitungskosten trägt der Bund. Schnappauf: "Endlich wird auch der Bund aktiv und beteiligt sich an der Pandemie-Vorsorge. Wichtigstes Mittel zur Bekämpfung einer Pandemie ist nämlich der Impfstoff." Schnappauf hat zusammen mit Sozialministerin Christa Stewens in diesem Jahr den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz inne. +++
Ziel muss es Schnappauf zufolge sein, jetzt alle vorbereitenden Maßnahmen zu ergreifen, damit im Falle einer Pandemie für die Bevölkerung ein gezielt wirksamer und verträglicher Impfstoff raschest möglich ausreichend zur Verfügung stehen kann. Die Länder haben mit der Beschaffung antivirale Medikamente bereits sicher gestellt, dass bei einer beginnenden weltweiten Grippeepidemie der Zeitraum überbrückt werden kann, bis ein Impfstoff für alle zur Verfügung steht. Nur die Impfung kann eine Infektion verhindern; die antiviralen Medikamente sind zum Zwecke der Therapie, also der Heilung bereits Erkrankter vorgesehen. "Die Länder sind für eine schnelle Vorsorge in eine Lücke gesprungen. Der Bund hat sich ganz weit zurückgelehnt und war nicht einmal bereit, die Hälfte der Kosten zu tragen", erläuterte der Minister.
Der Zusammenhang zwischen befürchteter Pandemie-Menschengrippe und Vogelgrippe besteht in der Möglichkeit, dass sich das Vogelgrippevirus allein oder durch Kontakt mit menschlichen Grippeviren so verändern und verbinden könnte, dass ein neuer Subtyp entsteht, der dann auch zwischen Menschen übertragbar wird und eine Pandemie verursachen könnte. Daher hat Bayern auch gegen die Einschleppung des Vogelgrippevirus bereits Schutz und Vorsorge ausgeweitet.
Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de
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