Schnappauf: Helm auf am Skihang, besonders Kinderköpfe schützen
+++ Helm auf beim Skifahren, Snowboarden oder Rodeln. Dazu rät Gesundheitsminister Werner Schnappauf. Besonders wichtig sei der Schutz von Kinderköpfen. "Kinder sind bei Stürzen sehr gefährdet, Kopfverletzungen davon zu tragen. Ihr Kopf ist wegen der noch weicheren Schädelknochen empfindlicher. Eltern sollten ihre Kinder beim Skifahren und auch beim Rodeln mit einem Helm schützen", empfahl der Minister. Eine gesetzliche Helmpflicht wie in Italien gehe jedoch zu weit. Schnappauf: "Ich meine, wir brauchen keine gesetzliche Pflicht zum Helm, sondern sollten überzeugen. Hier weiß ich mich auf gleicher Linie mit dem Deutschen Skiverband, der auf Werbung für den Helm setzt." Der Deutsche Skiverband gehe auf der Piste mit gutem Beispiel voran. So sei die Skiwacht jetzt im Rahmen einer Aktion der Stiftung Sicherheit im Skisport mit Helmen ausgestattet. Viele Skischulen bieten beim Skiunterricht Helmschutz an. Bei Rennläufen gilt Helmpflicht. +++
Schutzhelme sollten Schnappauf zufolge ganz selbstverständlich zum Ski-Outfit gehören. "Für manchen ist ein Schutzhelm angenehmer zu tragen als eine Mütze", ergänzte der Minister. Die neuen Helme hätten einen guten Tragekomfort, wärmten und seien belüftbar.
Jährlich verunglücken etwa 60.000 Deutsche beim Skifahren. Etwa 10 % der Erwachsenen tragen dabei Kopfverletzungen davon. Bei Kindern liegt die Kopfverletzungsrate bei 15 %. Ein Skihelm kann 85 % aller schweren Schädel- und Gehirnverletzungen verhindern. Italien hatte zum 01.01.2005 eine gesetzliche Helmpflicht für alle Kinder unter 14 Jahre eingeführt. Bei Verstoß drohen Bußgelder zwischen 30 und 150 Euro. In Österreich und Deutschland ist eine solche Pflicht nicht vorgesehen.
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Weitere Informationen: http://www.verbraucherschutz.bayern.de
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