Bernhard: Mit Ressource Boden sparsam umgehen - Seit 2001 Trendwende beim Flächenverbrauch
+++ Seit der Jahrtausendwende hat in Bayern eine Trendwende beim Flächenverbrauch eingesetzt. Dies betonte Bayerns Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard heute bei der Eröffnung der Wanderausstellung 'Bayern auf gutem Grund' in Marktredwitz. Bernhard: "Seit 2001 wird immer weniger Fläche zugebaut. Waren es 2000 noch 28 Hektar pro Tag, so sank der Flächenverbrauch 2001 auf 21 und schließlich derzeit auf 15 Hektar pro Tag." Bernhard wertete diese Trendwende als ermutigendes Signal, aus der eine dauerhafte, nachhaltige Entwicklung werden muss. "Wir wollen hier nicht stehen bleiben. Eine unserer größten Herausforderungen ist die zunehmende Inanspruchnahme unserer Kulturlandschaft für Siedlung und Verkehr. Wir müssen mit der Ressource Boden sparsam umgehen, damit auch noch unsere Kinder und Enkel Entwicklungsmöglichkeiten haben", betonte der Staatsekretär. Bayern steuert dem Flächenverbrauch mit dem 'Kommunalen Flächen-Ressourcen-Management' und der breit angelegten Offensive 'Bündnis zum Flächensparen' entgegen. Beteiligt sind dabei die Bayerische Staatsregierung, die kommunalen Spitzenverbände sowie 34 weitere Partner. Ziel ist, verstärkt Baulücken zu schließen und Brachflächen vor allem in Innenstädten wieder nutzbar zu machen. Es müsse zu einer Entkoppelung von wirtschaftlichem Wachstum und Flächenverbrauch kommen, so der Staatssekretär.+++
Die Ausstellung 'Bayern auf gutem Grund' des Umweltministeriums und des Landesamts für Umwelt vermittelt Wissenswertes über den Boden unter unseren Füßen. Fünf multimediale Ausstellungsbereiche zeigen, was Boden eigentlich ist, wie er entsteht, was ihn gefährdet und wie wir ihn schützen können. Die Ausstellung ist Teil der Aktivitäten des Umweltministeriums auf der am 24. Mai beginnenden Gartenschau Marktredwitz Cheb/Eger. Sie ergänzt das Angebot zum Bodenbewusstsein im und um den Pavillon des Umweltministeriums auf dem Gartenschaugelände unter dem Motto Bewegte Erde, wie beispielsweise ein Bodenhügel mit Bodenprofilen auch aus Marktredwitz. Sie wird bis zum Ende der Gartenschau am 24. September im Kösseine-Einkaufs-Centrum KEC in Marktredwitz zu besichtigen sein. Internationale Besucher werden die Ausstellung nächste Woche bei den 4. Marktredwitzer Bodenschutztagen sehen, die von der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Landeamt für Umwelt veranstaltet werden. Bodenschutz hat nicht nur in diesen Wochen höchste Konjunktur in Marktredwitz , sondern bereits eine langjährige Tradition, so Bernhard. So hat auch der Geologische Dienst des Landesamtes für Umwelt seinen Sitz in Marktredwitz.
Weitere Informationen: http://www.umweltpakt.bayern.de
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