Schnappauf: Regionale Bündnisse und 'Ohnehin-Sanierungsmaßnahmen' für energetischen Klimaschutz nutzen
+++ Bayern will seinen Vorsprung als klimafreundlichstes Land Deutschlands weiter ausbauen. Umweltminister Werner Schnappauf rief deshalb die Regionen auf, sich noch mehr für Energiesparen einzusetzen. "Wir müssen die Abhängigkeiten von den globalen Energiemärkten verringern und mit einem höheren Anteil CO2-neutraler, erneuerbarer Energien der globalen Erwärmung gegensteuern. Regionale Bündnisse können hierzu enorm aktivieren und im Schulterschluss zwischen Kommunen, Wirtschaft und Privaten eine Energiewende erreichen", betonte der Minister beim 3. Bundestreffen der Regionalbewegungen in Feuchtwangen im Vorfeld des Tags der Erneuerbaren Energien. Energetischer Klimaschutz bringe starke Impulse für die regionale Wirtschaft. Schnappauf: "Wer heute in umwelt- und klimafreundliche Energiekonzepte investiert, spart in Zukunft eine Menge Geld." Der Freistaat unterstützt mit Aktionskampagnen die energetische Gebäudesanierung. +++
Das größte Einsparpotenzial für Energie und CO2 liegt Schnappauf zufolge in der Sanierung von Wohngebäuden mit Baujahr vor 1978. Mit Wärmedämmung und Heizungsmodernisierung könnten bis zu 50 Prozent der in Bayern verbrauchten Gesamtenergie für Heizung und Warmwasser eingespart werden. Schnappauf: "Finanziellen Anreiz bietet hierzu das neue Gebäudesanierungsprogramm des Bundes. Die Fördermöglichkeiten auszuweiten war ein besonders großes Anliegen Bayerns bei den Koalitionsverhandlungen." Jetzt gelte es für die Hausbesitzer, die erstmals direkten Zuschüsse auch in Anspruch zu nehmen. "Vor allem 'Ohnehin-Maßnahmen' wie Fassaden-Sanierungen sollten auch für energetische Sanierung genutzt werden. Denn jede verpasste Gelegenheit zur optimalen Wärmedämmung ist verschenktes Geld", machte Schnappauf deutlich.
Der 'Klima-Vorsprung' Bayerns zeigt sich an folgenden Daten: Der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch liegt bei fast 8%, gut doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung liegt bei fast 20% im Vergleich zu 10% im Bundesdurchschnitt. Rund 60% des deutschen Wasserkraft-Stroms und 50% des Solarstroms kommen aus Bayern. Hier steht jeder dritte Solarkollektor. Der Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 unter 7 Tonnen liegt bereits jetzt um ein Drittel unter dem Bundesdurchschnitt von 10,2 Tonnen.
Weitere Informationen: http://www.klima.bayern.de
Pressefotos allgemein zum Download (72 dpi, 300 dpi)