Landesamt für Umweltschutz schließt Modellprojekt Umweltmanagement mit 11 bayerischen Kommunen ab

Landesamt für Umweltschutz schließt Modellprojekt Umweltmanagement mit 11 bayerischen Kommunen ab

"Kommunen helfen Kommunen oder nicht jeder muss die gleichen Fehler machen", unter diesem Motto stand das Modellprojekt des Landesamtes für Umweltschutz (LfU), das am 14. Juli 2004 mit einer Urkundenverteilung an die Teilnehmer abgeschlossen wurde.
Die Einführung eines Umweltmanagementsystems ist für Kommunen keine leichte Aufgabe und verlangt Durchhaltevermögen. Das Ziel ist für alle Arten kommunaler Einrichtungen von der Kläranlage bis zum Opernhaus attraktiv: bessere Umweltleistungen, eine klare interne Organisation, Kosteneinsparungen z.B. bei Energie, motivierte Mitarbeiter und zufriedene Kunden. Doch ist bis dahin manchmal mühsamer Weg zurückzulegen, der von der Öko-Audit-Verordnung der EU (EMAS) vorgezeichnet ist.

Um diesen Weg zu erleichtern hat das LfU 11 bayerische Kommunen in einem bundesweit einzigartigen Modellprojekt unterstützt:

* EMAS-erfahrene Kommunen haben Neueinsteiger beim Aufbau des Umweltmanagement-systems begleitet und gleichzeitig selbst zusätzliche Einrichtungen validiert.
* In zwei Arbeitsgruppen Nord- und Südbayern, begleitet von erfahrenen Umweltgutachtern der Firmen Intechnica und Kronos, konnten die Kommunen gemeinsamen die einzelnen Schritte zum Öko-Audit erarbeiten und Erfahrungen austauschen.
* Eine finanzielle Förderung durch den Freistaat Bayern leistete zusätzlichen Rückenwind.

Folgende Ergebnisse wurden erzielt:
Neu oder revalidiert sind bereits das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab, das Gartenamt der Stadt Regensburg, der Baubetriebshof der Stadt Schwabach, das Landratsamt München und die Seniorenheime Theresienbad und Vilgertshofen des Landkreise Landsberg am Lech. Kurz vor der Validierung stehen die Adalbert-Stifter-Schule in Forchheim, das Klärwerk und die Hefner-Alteneck-Schule der Stadt Aschaffenburg, die staatliche Berufsschule München-Land und das Landratsamt Starnberg. Ein vereinfachtes Umweltmanagement, z.T. verbunden mit einem Energiemanagement, wurde in der Städtischen Wirtschaftsschule Ansbach, im Rathaus der Stadt Günzburg und im Bauamt der Gemeinde Poing eingeführt.

Einige Kommunen planen schon jetzt die Erweiterung ihres Umweltmanagements auf weitere Einrichtungen, z.B durch ein Öko-Schulprogramm in Aschaffenburg. Zur Zeit sind rund 50 kommunale Einrichtungen in Bayern nach in das EMAS-Register eingetragen. Angesichts der angespannten Finanzlage haben sich die Kosten für Gutachter und Eintragung in das Register als Hindernis für weitere Validierungen erwiesen. Insgesamt müssen Bayerns Kommunen beim Umweltmanagement aber keinen Vergleich mit der Industrie scheuen, was Beteiligung und Qualität ihrer Umweltmanagementsysteme angeht.


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