Wohnungseigentum bringt Jobs / IVD warnt vor weiteren Anläufen, die Eigenheimzulage zu kippen

Wohnungseigentum bringt Jobs / IVD warnt vor weiteren Anläufen, die Eigenheimzulage zu kippen
IVD Immobilienverband Deutschland, (ehemals Verband Deutscher Makler für Grundbesitz, Hausverwaltung und Finanzierungen

(Verbandspresse, 18.03.2005 13:22)

(Berlin) – Die deutsche Immobilienwirtschaft warnt vor weiteren Anläufen der Bundesregierung, die Eigenheimzulage für das Stopfen von Haushaltslöchern abzuschaffen. Nachdem der Kanzler mit diesem Vorhaben beim „Job-Gipfel“ mit der Union gescheitert sei, werden weitere Anläufe befürchtet. Nach dem Bildungsetat sollte jetzt der Forschungsetat aus diesen Mitteln gespeist oder die Senkung der Lohnnebenkosten finanziert werden. „Wir appellieren an die Verantwortlichen, die Eigenheimförderung nicht weiter zur Disposition zu stellen“, erklärte Johannes-Peter Henningsen, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland (IVD).
„Wir haben Verständnis dafür, wenn über staatliche Investitionsprogramme zur Ankurbelung der Binnenwirtschaft diskutiert wird. Die Eigenheimzulage ist ein solches Investitionsprogramm“, so Henningsen. Mit der Eigenheimzulage werde mit staatlicher Unterstützung eine enorme private Investition angekurbelt. Ohne Baukindergeld werde ein Betrag von ca. 10.000 EURO an Eigenheimzulage über einen Zeitraum von acht Jahren gezahlt. Damit werde eine Investition von durchschnittlich 180.000 EURO für eine Immobilie, den Umzug und die Renovierung unterstützt. Dies sei eine vernünftige Relation von staatlicher Förderung und privater Investition. Dabei seien noch nicht einmal die steuerlichen Rückflüsse an den Staat eingerechnet, die insgesamt höher einzuschätzen seien als die Summe der Förderung, die der Staat über die Eigenheimzulage gibt.

Die Pläne der Bundesregierung zur Abschaffung der Eigenheimzulage sind nicht neu. Der IVD und mit ihm die verschiedenen immobilienwirtschaftlichen Spitzenverbände haben immer wieder betont, dass in Deutschland ein Gesamtmodell zur Einbeziehung der Immobilie in die private Altersvorsorge notwendig sei. Dieses Modell zeichnet sich nach wie vor nicht ab. Sofern für eine mögliche Gegenfinanzierung einer solchen Konzeption Mittel notwendig sind, die aus dem Haushalt nicht erbracht werden können, besteht Verhandlungsbereitschaft, Mittel aus der Eigenheimzulage für eine solche Finanzierung einzusetzen.

„Wir lehnen aber weiterhin das permanente Vorhaben von Rot-Grün entschieden ab, die Eigenheimzulage abzuschaffen, nur um Haushaltslöcher an anderer Stelle zu stopfen“, so IVD-Präsident Henningsen.

Quelle/Kontaktadresse:
IVD Immobilienverband Deutschland, (ehemals Verband Deutscher Makler für Grundbesitz, Hausverwaltung und Finanzierungen e.V. (VDM))
Littenstr. 10, 10179 Berlin
Telefon: 030/38302528, Telefax: 030/38302529

eMail: kontakt@vdm.de
Internet: http://www.vdm.de


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