Regensburger beim 30-jährigen Jubiläum der Fachschule des Heeres für Bautechnik in München: "Standortschließungen bei der Bundeswehr und Personalabbau sind die völlig falsche Antwort auf die Fragen der Zeit"
Innenstaatssekretär Hermann Regensburger bezeichnete heute beim Festakt zum 30jährigen Jubiläum der Fachschule des Heeres für Bautechnik (FSHBauT) in München die von der Bundesregierung betriebenen Standortschließungen bei der Bundeswehr und den drastischen Personalabbau als die völlig falsche Antwort auf die Fragen der Zeit: "Die Notwendigkeit einer gut ausgebildeten und schlagkräftigen Bundeswehr zum Schutz von Frieden und Freiheit ist unangefochten. Angesichts der furchtbaren Terroranschläge in den USA wird dies noch offensichtlicher". Regensburger kritisierte, dass Bayern von den Plänen der Bundesregierung überproportional betroffen ist. Die Folge sind bundeswehrfreie Zonen in fast ganz Nordostbayern, in Südostbayern, im mittelfränkischen Raum und im Oberland. "Notwendig ist jedoch eine Stärkung der Bundeswehr. Die jüngsten Ereignisse fordern auch ein Überdenken ihrer Einsatzmöglichkeiten. Wie in den anderen westlichen Demokratien muss es auch bei uns möglich sein, die Bundeswehr in besonderen Situationen für Sicherungsmaßnahmen im Inneren einsetzen zu können", betonte der Innenstaatssekretär.
Regensburger hob beim Festakt die enge Verbundenheit Bayerns mit der Bundeswehr hervor, die ihre Grundlagen in einer seit Jahren bewährten und reibungslosen zivil - militärischen Zusammenarbeit hat. Dies zeigt sich auch in der engen Kooperation zwischen der Pionierschule München mit der Fachschule des Heeres für Bautechnik und der Obersten Baubehörde im Innenministerium sowie der Regierung von Oberbayern als Schulaufsichtsbehörde. Wie Regensburger betonte, hat die Fachschule des Heeres für Bautechnik an der Cosimastraße in München seit nunmehr 30 Jahren ihren festen Platz im Lehrgangskatalog der Bundeswehr und wurde dabei in hervorragender Weise der Aufgabe gerecht, fundierte und praxisorientierte Grundlagen der Bautechnik zu vermitteln: Sie bilden Bautechniker auf hohem Niveau aus, die ihr erworbenes Fachwissen in der Praxis anwenden und so zum hohen Ansehen Ihrer Fachschule weit über den Bereich der Bundeswehr hinaus tragen.
Auch die Pionierschule mit der Fachschule des Heeres für Bautechnik ist von der Stationierungsplanung im Rahmen der sogenannten Bundeswehrreform betroffen. Nach den Plänen des Verteidigungsministers soll die Schule von München nach Ingolstadt auf das Gelände der jetzigen Pionierkaserne verlegt werden und dort im Frühjahr 2005 den Schulbetrieb aufnehmen. Während damit Ingolstadt zumindest einen gewissen Ausgleich für die dort geplanten Standortschließungen erhält, verliert die Landeshauptstadt mit der Verlegung der Schule eine bedeutende und zentrale Bildungseinrichtung der Bundeswehr, so Regensburger.