26 Bayerische Städte und Gemeinden in Programm "Soziale Stadt" 2001 aufgenommen
Insgesamt über 38 Millionen Mark staatliche Finanzhilfen für 33 Projekte
26 bayerische Städte und Gemeinden mit insgesamt 33 Maßnahmen sind im Jahr 2001 in das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" aufgenommen worden. Das jetzt aufgestellte Gesamtprogramm für 2001 enthält staatliche Finanzhilfen in Höhe von über 38 Millionen DM für diese Projekte. Wie Innenstaatssekretär Hermann Regensburger heute in München deutlich machte, zeigt das starke Interesse der Kommunen die Attraktivität des neuen Programms. der Freistaat Bayern und der Bund stellen jeweils über 19 Millionen DM zur Verfügung.
Das im September 1999 von Bund und Ländern beschlossene Programm "Soziale Stadt" ist neuer Teil der Bund-Länder-Städtebauförderung. Für alle Projekte in Bayern beteiligen sich der Bund und der Freistaat im Programmjahr 2001 mit jeweils rund 19,028 Millionen Mark. Für die Städte und Gemeinden selbst ist ein 40%iger kommunaler Mitleistungsteil vorgesehen.
Das Programm "Soziale Stadt" zielt - über die klassische Stadterneuerung hinaus - auf eine Verbesserung der Lebenssituation durch eine integrative Stadtentwicklungspolitik. In einem umfassenden Handlungs- und Förderansatz sollen Ressourcen und die beteiligten Ressorts gebündelt werden, wie zum Beispiel der Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung, der Qualifizierung von Jugendlichen, der Verbesserung der sozialen Infrastruktur oder weitere Maßnahmen im Bereich der Familien- und Jugendpolitik. Bisher parallellaufende Programme verschiedenster Teilbereiche und Gebietskörperschaften sollen sinnvoll und effizient miteinander verknüpft werden. Die "Soziale Stadt" soll in kommunaler Verantwortung vom sozialen, ökonomischen und baulichen Abstieg bedrohte Wohngebiete und Stadtquartiere stabilisieren und weiterentwickeln.
Es geht also keineswegs nur um Modernisierung von Gebäuden oder Neugestaltung öffentlicher Freiräume, wie das bisher bei der traditionellen Sanierung und Städtebauförderung erfolgte. Vielmehr werden Wirtschafts- und Beschäftigungsaspekte, Soziales, Umwelt und Kultur wesentlich stärker verzahnt und alle Mittel und Ideen gebündelt. Zugleich werden Bewohner, Betriebe oder Vereine vor Ort stärker beteiligt um letztlich ein lokales Engagement auf Stadtteilebene auszulösen. Dazu sind etwa Treffpunkte für Jugendliche und Senioren, der Bau von Bürgertreffpunkten, die Schaffung von Stadtteil- und Jugendwerkstätten oder Räumlichkeiten für Existenzgründer geplant.
Kurzbeschreibungen der Projekte finden Sie unter http://www2.stmi.bayern.de/infothek/baueninb.htm "Rubrik: Wohnungsbau, Städtebau".
Die Finanzhilfen des Bundes und des Landes für das Jahr 2001 verteilen sich wie folgt:
Regierungsbezirk Oberbayern
Ingolstadt
3.120.000 DM
Kolbermoor
1.000.000 DM
Manching
120.000 DM
München (3 Maßnahmen)
5.380.000 DM
Neuburg a.d.Donau
360.000 DM
Rosenheim (3 Maßnahmen)
1.620.000 DM
Gesamtsumme
11.600.000 DM
Regierungsbezirk Niederbayern
Landshut
3.180.000 DM
Gesamtsumme
3.180.000 DM
Regierungsbezirk Oberpfalz
Grafenwöhr
480.000 DM
Regensburg
1.500.000 DM
Sulzbach-Rosenberg
480.000 DM
Vohenstrauß
420.000 DM
Weiden i.d.OPf.
1.266.000 DM
Gesamtsumme
4.146.000 DM
Regierungsbezirk Oberfranken
Bayreuth
840.000 DM
Hof
360.000 DM
Kronach
1.350.000 DM
Marktredwitz
120.000 DM
Gesamtsumme
2.670.000 DM
Regierungsbezirk Mittelfranken
Ansbach
2.400.000 DM
Fürth
4.440.000 DM
Nürnberg (3 Maßnahmen)
3.560.000 DM
Schwabach (2 Maßnahmen)
3.600.000 DM
Gesamtsumme
14.000.000 DM
Regierungsbezirk Schwaben
Augsburg
600.000 DM
Kaufbeuren
180.000 DM
Kempten (Allgäu)
120.000 DM
Krumbach (Schwaben)
180.000 DM
Lindau (Bodensee)
180.000 DM
Neu-Ulm
1.200.000 DM
Gesamtsumme
2.460.000 DM
Bayern insgesamt
38.056.000 DM