Planfeststellungsbeschluss für die A 96 zwischen Memmingen und Erkheim jetzt bestandskräftig
Beckstein: "Wir könnten im Frühjahr 2002 mit dem Bau beginnen, wenn der Bund die notwendigen Gelde
Der Planfeststellungsbeschluss für den 12,6 Kilometer langen und 120 Millionen Mark teuren Abschnitt der A 96 zwischen Memmingen und Erkheim ist jetzt bestandkräftig geworden, nachdem während der Auslegungsfrist keine Klagen eingegangen sind. Dazu Innenminister Dr. Günther Beckstein: "Mit Schaffung des Baurechts für diese letzte Lücke auf der A 96 in Bayern haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Wir könnten bereits im Frühjahr 2002 mit den Bauarbeiten beginnen, wenn der Bund uns die notwendigen Gelder bereitstellt. Leider hat dieser dafür in keinem seiner Programme bis jetzt auch nur eine Mark vorgesehen". Beckstein unterstrich, dass Bayern daher nicht nachlassen werde, sich für eine zügige Fertigstellung der A 96 stark zu machen.
Die A 96 Lindau-München ist als Hauptverbindung des Bodenseegebiets und des Allgäus mit den Verdichtungsräumen München und Augsburg von besonderer Bedeutung für Schwaben. Sie ist seit vielen Jahren ein Investitionsschwerpunkt beim Autobahnbau im südbayerischen Raum. Von dem rund 124 km langen bayerischen Streckenanteil der A 96 sind bereits rund 108 Kilometer zweibahnig ausgebaut. Im rund 4 km langen Abschnitt zwischen Bad Wörishofen und Wiedergeltingen wird seit Mai dieses Jahres mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Mark südlich der bestehenden B 18 als erste Baustufe eine zweite zweistreifige Fahrbahn mit Standstreifen für den Verkehr Richtung München angebaut. Voraussichtlich Ende 2002 kann diese neue Fahrbahn unter Verkehr gehen. Die bestehende B 18 dient dann mit zwei Fahrstreifen voll dem Verkehr Richtung Memmingen, bleibt aber baulich zunächst unverändert. Der Abschnitt zwischen Memmingen und Erkheim ist damit die letzte noch nicht im Bau befindliche Lücke der A 96 auf bayerischem Gebiet.