Nürnberger Bündnis gegen Depression
Beckstein: "Depression durch Kooperation bekämpfen"
"Vier bis fünf Prozent der deutschen Bevölkerung erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Depression. Damit hat sich dieses Krankheitsbild laut einer WHO-Studie in den entwickelten Ländern zu einer der schwersten Erkrankungen überhaupt entwickelt. Erschreckend ist, dass jedes Jahr etwa 12.000 Menschen Selbstmord begehen. Über 50 % mehr Menschen sterben durch eigene Hand als durch Verkehrsunfälle. Das Nürnberger Bündnis gegen Depression führt alle Stellen, an die sich an Depression Erkrankte wenden können, in einem weltweit beispielhaften Netzwerk zusammen. Nur durch die gemeinsame Anstrengung von Ärzten und Psychotherapeuten, Kirchen, Beratungsstellen, Schulen, Apotheken, Polizei und vielen anderen Stellen kann den Erkrankten geholfen und das Bewusstsein in der Gesellschaft für diese Erkrankung geschärft werden," sagte Innenminister Dr. Günther Beckstein heute als Schirmherr des "Nürnberger Bündnisses gegen Depression" in Nürnberg. Heute konnte das Nürnberger Bündnis eine erste positive Zwischenbilanz ziehen. Von Januar bis September 2001 war in Nürnberg die niedrigste Suizidrate seit über 20 Jahren zu verzeichnen.
Das "Nürnberger Bündnis gegen Depression" wurde vor 9 Monaten ins Leben gerufen. Im Rahmen des Aktionsprogramms werden Ärzte und Multiplikatoren in Nürnberg gezielt fortgebildet. Plakate und öffentliche Veranstaltungen informieren die Nürnberger Bevölkerung über die Krankheit Depression.