Beckstein empört über Jubelfeiern in Asylbewerberheimen nach Terroranschlägen in den USA
Empört ist Innenminister Dr. Günther Beckstein darüber, dass in verschiedenen Asylbewerberheimen auch in Bayern nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September Jubelfeiern und Freudentänze stattfanden: "Ich halte es für unerhört, dass Asylbewerber, die wegen angeblicher politischer Verfolgung in ihrer Heimat bei uns Zuflucht finden, diese Gastfreundschaft verhöhnen, indem sie terroristische Anschläge auf Symbole westlicher Freiheit bejubeln." Die betreffenden Personen dürfen sich laut Beckstein seither der verstärkten Aufmerksamkeit der bayerischen Sicherheitsbehörden gewiss sein. Soweit Asylbewerberunterkünfte, in denen derartige Feiern stattfanden, in der Nähe gefährdeter Einrichtungen liegen, wurden daran teilnehmende Asylbewerber auch in andere Unterkünfte umverteilt.
Wie Beckstein in seiner Antwort auf eine Schriftliche Anfrage der Landtagsgrünen mitteilte, liegen eine Reihe von Meldungen aus unterschiedlichen Asylbewerberheimen in Bayern über sog. Freudenfeiern bzw. Freudentänze nach den Terroranschlägen vom 11. September vor. Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Ereignisse:
* In zwei Asylbewerberunterkünften in Landshut feierten irakische Asylbewerber über einen Zeitraum von zwei Tagen. Dabei haben Teilnehmer u. a. auch "nieder mit Amerika" gerufen.
* Aus der Asylbewerberunterkunft in Perlesreut (Landkreis Freyung-Grafenau) wurde bekannt, dass überwiegend irakische Staatsangehörige große Freude nach den Anschlägen in den USA gezeigt hätten. Dabei sei auch erhöhter Alkoholgenuss festgestellt worden, ebenso "Freudenbekundungen".
* Die Regierung von Niederbayern teilte der Polizei mit, dass in der Asylbewerberunterkunft Vilshofen (Landkreis Passau) nach den Terroranschlägen in den USA eine Feier stattgefunden habe. Bei den Bewohnern handele es sich insbesondere um Angehörige arabischer Nationen.
* Eine weitere Freudenfeier fand in der Cafeteria der Aufnahmestelle für Asylbewerber in Landsberg a. Lech unmittelbar nach dem Anschlag auf das World Trade Center statt.
* Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck erhielt einen Hinweis darauf, dass in der Asylbewerberunterkunft in Puchheim nach den Anschlägen in den USA sog. "Jubelfeiern" abgehalten wurden.
* In München feierten unmittelbar nach den Anschlägen in einer Asylbewerberunterkunft chinesische Asylbewerber uigurischer Volkszugehörigkeit zwei Tage lang.
* In Bayreuth äußerte ein irakischer Asylbewerber in seiner Unterkunft Zustimmung zu den Anschlägen. Danach ging der Mann nach Mitteilung des Ausländeramts der Stadt Bayreuth auf die Straße zu anderen grölenden Asylbewerbern.
* Die Stadt Memmingen teilte mit, dass in Memmingen irakische Asylbewerber feiern würden.