Zusammenlegung der Wehrbereichsverwaltungen Bayerns und Baden-Württembergs
Regensburger: "Bayern überproportional von Standortschließungen betroffen"
Anlässlich des Festaktes zur Zusammenlegung der Wehrbereichsverwaltungen V (Baden-Württemberg) und VI (Bayern) bedauerte Innenstaatssekretär Hermann Regensburger die vom Bundesverteidigungsminister für Bayern beschlossenen Standortschließungen: "Die Zusammenlegung der Wehrbereichsverwaltungen V und VI zu einer Wehrbereichsverwaltung Süd mit Sitz in Stuttgart, die Schließung von dreizehn bayerischen Standorten sowie die Verkleinerung sieben weiterer Standorte treffen den Freistaat besonders hart. So liegt die damit verbundene Personalreduzierung in Bayern weit über dem Bundesdurchschnitt. Die Einrichtung einer Außenstelle in München mit rund 550 Dienstposten ist für uns nur ein schwaches Trostpflaster." Der Staatssekretär erinnerte ferner daran, dass die Wehrbereichsverwaltung mit zu den größten Auftragsgebern der bayerischen Bauverwaltung zählt: "Die Hochbauämter betreuen im Auftrag der Bundeswehr Bauvorhaben im Wert von rund 300 Millionen Mark pro Jahr. Ich hoffe, dass trotz der Sitzverlegung nach Stuttgart diese für den Bausektor so wichtige Zusammenarbeit erhalten bleibt."
Regensburger hob in diesem Zusammenhang die Leistung des scheidenden Vizepräsidenten der Wehrbereichsverwaltung VI Jakob Geltinger hervor, der sich in der zivil-militärischen Zusammenarbeit besondere Verdienste erworben hat. "Insbesondere bei der Bewältigung des Pfingsthochwassers 1999 haben Sie die Katastrophenschutzbehörden in vorbildlicher Weise unterstützt. Sie waren stets ein loyaler und kooperativer Gesprächspartner."
Zum 16. Februar 2001 hat der Bundesverteidigungsminister sein Ressortkonzept zur Feinausplanung und Stationierung der Bundeswehr vorgelegt, demzufolge in Bayern dreizehn Standorte geschlossen und sieben weitere Standorte drastisch verkleinert werden. Mit Wirkung zum1. Januar 2002 werden die Wehrbereichsverwaltungen VI (Bayern) und die Wehrbereichsverwaltung V (Baden-Württemberg) zur Wehrbereichsverwaltung Süd mit Sitz in Stuttgart zusammengelegt. Die Bayerische Staatsregierung hatte sich mehrfach gegen das von Bundesverteidigungsminister Scharping entwickelte Konzept zur Auflösung und Reduzierung der Standorte ausgesprochen.