Beckstein : "PISA-Studie zu Schülerleistungen untermauert
Forderung nach möglichst niedrigem Nachzugsalter von Ausländerkindern
"Für Kinder aus Zuwandererfamilien ist die Sprechkompetenz die entscheidende Hürde in ihrer Bildungskarriere. Um so wichtiger ist die frühe und früheste Förderung ...", heißt es auf Seite 37 der jüngsten OECD-Studie zu Schülerleistungen im internationalen Vergleich (PISA).Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein sieht darin den schlagenden Beweis dafür, dass die deutschen Sprachkenntnisse hier lebender Kinder von Ausländern frühestmöglichst gefördert werden müssen: "Das setzt voraus, dass diese Kinder spätestens im Alter von 10 Jahren nach Deutschland kommen. Genau genommen müssten Kinder ausländischer Herkunft schon am ersten Schultag die deutsche Sprache altersgemäß perfekt beherrschen. Deshalb warne ich davor, die Frage des Nachzugsalters bei den Verhandlungen um das Zuwanderungsrecht als beliebig regelbar anzusehen." Die aktuelle Absicht der Grünen, bis zu 18-jährigen Kindern den Familiennachzug aus dem Ausland gesetzlich zu ermöglichen, benachteiligt nach Auffassung Becksteins letztlich diejenigen, die dann davon Gebrauch machten: "Ein höheres Nachzugsalter oder gar das Ableisten der Schulzeit im Ausland bedeutet erhebliche Benachteiligungen beim Erwerb deutscher Sprachkenntnisse. Das führt zu deutlich schlechteren Chancen nicht nur in der Konkurrenz um Ausbildungs- und Arbeitsplätze, sondern wohl bei ihrem gesamten weiteren Leben in Deutschland."