Videoüberwachung in Regensburg zeichnet schwere Körperverletzung
eines Passanten durch Jugendliche auf
Beckstein: "Aufgrund neuer Rechtslage können aufgezeichnete Daten im Strafverfahren verwendet werden"
Eine von drei Jugendlichen am vergangenen Freitag, 07.12.2001 gegen 20.20 Uhr am Regensburger Busbahnhof begangene schwere Körperverletzung eines 63jährigen Passanten hat die dortige Videoüberwachung auf Band aufgezeichnet. Innenminister Günther Beckstein weist darauf hin, dass die seit 01.09.2001 geltende neue Rechtslage die Speicherung der Daten zulässt, um im anschließenden Strafverfahren die Täter beweiskräftig zu überführen: "Dieser Fall aus Regensburg, wo ja auch das bayerische Modellprojekt zur Videoüberwachung durchgeführt wurde, bestätigt die Auffassung der Bayerischen Staatsregierung, dass mit Hilfe dieser Technik die Sicherheit der Bürger an besonderen, kriminalitätsbelasteten Orten verbessert werden kann. Insgesamt werden dort weniger schwerwiegende Straftaten begangen. Vor allem die jüngst neu geregelte Aufzeichnung ist unverzichtbar, um zusammen mit anderen Ermittlungsansätzen rasch Beweismittel an der Hand zu haben."
Drei 16-jährige Deutsche russischer bzw. kasachischer Herkunft beleidigten am Freitag, 07.12.2001 gegen 20.20 Uhr an einer Bushaltestelle in Regensburg zwei dreizehn- und ein zwölfjähriges Mädchen mit derben Sprüchen. Einer der Täter warf einem der Mädchen eine Glasflasche nach und traf es am Rücken. Als ein 63-jähriger Passant versuchte, den Mädchen zu helfen, traten ihn die drei Täter mit den Füßen in den Bauch und stießen ihn zu Boden. Dabei schlug der Geschädigte mit dem Kopf an der Gehsteigkante auf und verlor das Bewusstsein. Er wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Regensburger Krankenhaus eingeliefert, wo er in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Obwohl sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen zunächst negativ verliefen, konnten im Zuge der Ermittlungen die Identität der Täter festgestellt und am Samstag, 08.12.01 zwei der Tatverdächtigen festgenommen werden.