Nach weihnachtlichem Verkehrschaos in Nordbayern warnt Beckstein vor möglichen Folgen der bevorstehenden weiteren starken Schneefälle
Nach den starken Schneefällen und Schneeverwehungen, die seit dem Nachmittag des Freitag, 21. Dezember zu einem Verkehrschaos insbesondere auf der Autobahn A 9 in Oberfranken geführt hatten, und dem weiteren Wintereinbruch über Weihnachten, der z. B. die A 7 nördlich Schweinfurt betroffen hatte, warnt Innenminister Dr. Günther Beckstein alle Autofahrer vor den ab dem heutigen Freitag angekündigten erneuten starken Schneefällen und Schneeverwehungen: "Jeder Autofahrer, der am bevorstehenden Wochenende die Reise in den Winterurlaub antritt oder nach den Weihnachtsfeiertagen heimkehrt, sollte dafür sorgen, dass sein Fahrzeug winterfest ausgerüstet (Winterreifen) ist. Außerdem sollte er frühzeitig die Wettermeldungen in den Nachrichtensendungen verfolgen, um sein Reiseverhalten daran zu orientieren."
Beckstein richtet an alle PKW- und LKW-Fahrer weiter den dringenden Appell, aus den Vorkommnissen der letzten Woche die Lehre zu ziehen, im Winter nicht mehr mit Sommerreifen zu fahren: "Dies war schon am letzten Wochenende unverantwortlich - jetzt wäre es völlig unbegreiflich". Bei Stau und gleichzeitig starkem Schneefall sollte auf Autobahnen unbedingt eine Fahrgasse für Abschlepp- und Rettungsdienste freigehalten werden. "Situationen wie am vergangenen Samstag, als auf den drei Fahrspuren und dem Standstreifen der A 9 bis zu vier LKW nebeneinander standen und den Verkehr blockierten, darf es nicht wieder geben", so Beckstein. Die Polizei wird mit Strafanzeigen vorgehen, soweit Rettungs- oder Bergefahrzeuge vorsätzlich behindert werden. Beckstein hält auch ein Lkw-Fahrverbot an Hauptreisewochenenden wie Weihnachten für erwägenswert. Weiter lässt er derzeit prüfen, inwieweit durch verbesserte Zusammenarbeit der Einsatzkräfte und des Straßenräumdienstes künftig in vergleichbaren Situationen einem entstehenden Verkehrschaos frühzeitig entgegen gewirkt werden könnte. Beckstein: "Dabei ist allerdings klar, dass bei so starken Schneeverwehungen wie am letzten Samstag im oberfränkischen Teil der A 9 und bei derart uneinsichtigem Verhalten von Autofahrern, die freigeräumte Spuren gleich wieder ''dicht'' gemacht haben, auch der bestorganisierte Schneeräumdienst keine Chance hat." So waren auf der A 9 Nürnberg Hof seit Mittwoch, dem 19.12., pausenlos Streufahrzeuge unterwegs, seit Freitag, 21.12., mittags, sämtliche 30 verfügbaren Räum- und Streufahrzeuge der drei Autobahnmeistereien Münchberg, Trockau, und Fischbach rund um die Uhr im Einsatz. Allein die Autobahnmeisterei Münchberg hat von Freitag bis heute 1500 Tonnen Salz gestreut, das ist rund ein Drittel des Verbrauches eines durchschnittlichen Winters.