Sto-Stiftung lobt Azubi-Förderwettbewerb aus: Insgesamt 87.000 Euro Preisgeld
Auszeichnung für Malerbetriebe mit Visionen
Für Betriebe und Berufsschulen, die ihre Lehrlinge bereits nach der neuen Ausbildungsordnung für das Maler- und Lackiererhandwerk ausbilden, lobt die Sto-Stiftung einen Förderwettbewerb aus. Ausgezeichnet werden neben den besten Lehrlingen auch Azubis, die ihre Ausbildung trotz wirtschaftlicher oder sozialer Nachteile meistern - immer jedoch Lehrling, Schule und Betrieb gemeinsam. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum Sommer.
Trotz einiger etablierter Wettbewerbe auf Innungs-, Landes- und Bundesebene startet die Sto-Stiftung jetzt mit einem eigenen Preis. "Wir sehen unseren Azubi-Förderwettbewerb nicht in Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den bestehenden Veranstaltungen", meint Uwe Koos,
Vorstand der Sto-Stiftung. Allen gemein sei das Ziel, das Malerhandwerk in den Augen der Öffentlichkeit aufzuwerten. Der Förderwettbewerb setzt jedoch neue, nicht alltägliche Akzente.
Teamarbeit gewinnt, Vorfahrt für Integration
Erste Besonderheit ist der Teamgedanke: Nicht nur Azubis können viel Geld und Anerkennung gewinnen, sondern vor allem der Betrieb und die Schule. Damit will die Stiftung zum Ausdruck bringen, dass die Qualifikation des Lehrlings nur so gut sein kann, wie die Lehre gestaltet ist. Wer
als Azubi Top-Leistungen liefert, profitiert aus Sicht der Stiftung also auch von einem besonders guten Lehrbetrieb und einer ebensolchen Berufschule.
Das zweite außergewöhnliche Kriterium ist der Wille, auch einen gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen: Mit seiner zweiten Kategorie fördert der Wettbewerb Azubis, die mit schlechteren Chancen in ihr Berufsleben starteten. Wirtschaftliche Not, schwierige soziale bzw. familiäre Umstände
oder andere Hemmnisse zählen zu den Faktoren. Betriebe und Schulen, die solche Aufgaben lösen, werden für ihre zusätzlichen Anstrengungen ausgezeichnet. "Das persönliche Engagement auf Seiten von Betrieb und Schule für Jugendliche, die am Rande der Gesellschaft stehen, verdient Anerkennung", sagt Koos.
Nur für moderne Betriebe
Teilnahmevoraussetzung ist, dass die Lehre nach der neuen Ausbildungsordnung des Maler- und Lackiererhandwerks erfolgt und in diesem Sommer abgeschlossen wird. "Wir unterstützen damit die moderne, handlungs- und dadurch markt- und praxisorientierte Lehre", so Koos. Diese zeitgemäße Art des Lehrens und Lernens erhöhe die Qualifikation des zukünftigen Gesellen - und trage so zur Existenzsicherung des Handwerks bei.
Die Anmeldung ist einfach. Auf der Website sto-stiftung.de liegt in der Rubrik "Die Förderprojekte/Ausbildung Handwerker" ein Formular, in das nur Betrieb, Schule und Azubi einzutragen sind. Bewerbungen können bis zum Ende der Ausbildung im Sommer erfolgen. Nach den Ferien tritt die Jury zusammen und ermittelt die Gewinner. Die Ehrung erfolgt in einem Festakt.
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87.000 Euro Preisgeld
Die Stiftung fördert einerseits Jugendliche mit hervorragenden schulischen und praktischen Leistungen, zum anderen Auszubildende, die aufgrund ihrer allgemeinen geistigen und sozialen Entwicklung persönlich oder wirtschaftlich benachteiligt sind. Je Kategorie gibt es als
Preisgeld:
&n bsp; 1. Preis 2. Preis 3. Preis
Betrieb: 12.00 10.000 8.000
Azubi: &n bsp; 1.000 1.000 1.000
Schule: 4.500 3.500: 2.500
Hintergrund:
Zum 50sten Firmenjubiläum rief die Sto AG 2005 die Sto-Stiftung ins Leben. Ihr Ziel: Junge Menschen im Maler- und Stuckateurhandwerk sowie Studenten der Bau- und Ingenieurwissenschaften zu fördern. Gemeinnützig angelegt, ist die Stiftung unabhängig von Sto, unterliegt der Aufsicht der Behörden und darf ihre Mittel ausschließlich dem festgeschriebenen Stiftungszweck zuführen. Jährlich stehen 100.000 Euro für Fördermaßnahmen zur Verfügung, die je zur Hälfte von der Sto AG und den Familien Stotmeister aufgebracht werden. Zentrales Förderprojekt 2006 ist der Azubi-Wettbewerb, bei dem insgesamt 87.000 Euro vergeben werden.
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