Vorläufige Verkehrsunfallbilanz 2001 in Bayern - Mehr Unfälle, weniger Tote und Schwerverletzte
Beckstein: "Konsequente Überwachung für Verkehrssicherheit unverzichtbar"
Nach einer vorläufigen Bilanz des Bayerischen Landesamtes für Statistik ereigneten sich im vergangenen Jahr insgesamt 338.957 Verkehrsunfälle im Freistaat. Dies entspricht einer Zunahme um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr (2000: 334.713 Unfälle). Davon stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um knapp 1 % von 62.668 im Jahr 2000 auf 63.237 in 2001 an. Allerdings war ein Rückgang der Getöteten um 7,7 % auf 1.325 (2000: 1.436) und der Schwerverletzten um 5,12 % auf 16.708 (2000: 17.610) zu verzeichnen. "Dazu haben auch unsere vielfältigen Aktionen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beigetragen. Zu dieser konsequenten Verkehrssicherheitspolitik gehört neben der dichten Information und Aufklärung auch die Verkehrsüberwachung", erklärte Innenminister Dr. Günther Beckstein bei der Bekanntgabe der vorläufigen bayerischen Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2001.
Auf den bayerischen Autobahnen ereigneten sich im vergangenen Jahr insgesamt 31.512 Verkehrsunfälle und damit 11,09 % mehr als im Jahr 2000 mit 28.364. Die Zunahme der Verkehrsunfälle ist dabei im Wesentlichen auf den Anstieg der Unfälle mit reinem Sachschaden um 12,60 % auf 26.007 (2000: 23.095) zurückzuführen. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden stieg um 4,47 % von 5.269 im Jahr 2000 auf 5.505 im Jahr 2001 an. Dabei war ein Rückgang der Getöteten um 31,25 % auf 143 (2000: 208) zu verzeichnen. Die Zahl der Verletzten stieg dagegen um 4,12 % auf 9.070 (2000: 8.711) an.
Weiterhin positiv ist der Trend bei den Verkehrsunfällen mit Alkoholeinfluss. Hier ist insgesamt ein Rückgang um 6,83 % auf 8.259 (2000: 8.865) festzustellen. Die Personenschadensunfälle unter Alkoholeinfluss sind um 5,92 % auf 3.812 (2000: 4.051) zurückgegangen. Dabei wurden insgesamt 5.126 Menschen verletzt und 164 getötet. Dies entspricht einer Abnahme um 6,42 % bei den Verletzten (2000: 5.478) und um 24,77 % bei den Getöteten (2000: 218). Bei den Unfällen unter dem Einfluss illegaler Drogen oder von Medikamenten ist ein erneuter Anstieg um 21,82 % auf 480 (2000: 394) zu verzeichnen. Gleichzeitig nahm die Zahl von Unfällen mit Personenschaden um 3,44 % auf 196 (2000: 203) ab. Dabei wurden 291 Personen verletzt, was einem Rückgang um 7,61 % (2000: 315) entspricht. Die Zahl der Getöteten ist jedoch von 12 im Jahr 2000 auf 17 im Jahr 2001 angestiegen. Ursache für die Zunahme der Drogenunfälle sind in erster Linie eine verstärkte Sensibilisierung der Polizeibeamten und verbesserte Drogentestverfahren.
Im Jahr 2001 ereigneten sich insgesamt 693 Schulwegunfälle; das sind 3,21 % weniger als im Jahr 2000 mit 716. Dabei wurden 801 Schulkinder verletzt. Das entspricht einer Zunahme um 2,16 % gegenüber dem Vorjahr (2000: 784). Besonders erfreut zeigte sich Beckstein darüber, dass seit 1995 erstmals kein Schulkind getötet wurde.