Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für

Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für
Prof. Hans Busso von Busse
Einladung an die Presse
Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber hat Bundespräsident Johannes Rau das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Professor Hans Busso von Busse verliehen.
Innenstaatssekretär Hermann Regensburger wird die Auszeichnung dem Geehrten am
Montag, 04.02.2002 um 12.30 Uhr
im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Staatssekretärbüro
Odeonsplatz 3 in München

aushändigen.

Berichterstatter und Bildberichterstatter sind dazu herzlich eingeladen.

Fotos von der Ehrung können auch im Internet unter http://www.stmi.bayern.de/bilder/orden/ord_index.htm ab 16.00 Uhr kostenfrei abgerufen werden.

Professor Busso von Busse (71) setzt sich seit Jahrzehnten mit seiner architektonischen Kraft für die Vereinigung von Kunst und Technik in der Baukultur ein. Er hat sich dadurch in der Fachwelt und in der Öffentlichkeit größte Anerkennung verschafft. Seit 1957 ist er freiberuflich tätig und hat vielerorts seine architektonischen Spuren hinterlassen. Das entscheidende Merkmal seiner Bauten war und ist, dass sie über ihre gelungene Gestaltung hinaus sorgsam auf das städtische Gefüge reagieren und damit einen doppelten Gewinn für das Stadtbild darstellen. Sein architektonisches Wirken für den neuen Flughafen München ist bestes Beispiel dafür, das was landläufig als "Münchner Schule" bezeichnet wird: eine noble, zurückhaltende, bis ins Detail durchgestaltete Architektur, die mit ihrer Umgebung harmoniert. Er verstand es auch, sein umfangreiches Fachwissen von 1976 bis 1995 als ordentlicher Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Entwerfen und Baukonstruktion der Universität Dortmund an seine Studenten weiterzugeben. Dabei hat er in überzeugender Weise die Lehre mit der Praxis verbunden. Stets hat er mit Zielstrebigkeit und Courage die Anliegen der Architekten in wichtigen öffentlichen Gremien und Ehrenämtern - insbesondere in seiner Funktion als Präsident des Bundes Deutscher Architekten von 1971 bis 1975 - vertreten. Auch in der Kommission für Stadtgestaltung in der Landeshauptstadt München, der er von 1973 bis 1979 und von 1994 bis 2000 angehörte, hat er es verstanden, mit Feinsinnigkeit, Kennerschaft, Souveränität und Überzeugung, Schwächen und Stärken eines Entwurfs zu entdecken und verständlich darzustellen. Sein Urteil war für das Votum der Kommission von entscheidender Bedeutung. Als Mitglied und Vorsitzender zahlreicher Preisgerichte von Architektenwettbewerben trug er zur Sicherung und Qualität der Architektur bei. Sein vielfältiges Wirken als Architekt, Lehrer und Standespolitiker wurde mit vielen Auszeichnungen gewürdigt. Hervorzuheben sind die Verleihung des Architekturpreises der Landeshauptstadt München 1992 und des Fritz-Schumacher-Preises von der Universität Hannover 1993. Durch seine außergewöhnlichen Leistungen hat er sich in höchstem Maße um die Architektur und die Kultur des Bauens verdient gemacht.


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