Weitere bayerische Beschaffungs- und Förder-programme für besseren Katastrophenschutz
Die Ausstattung des Katastrophenschutzes im Freistaat wird in einem mehrjährigen Programm weiter ausgebaut: Im Einvernehmen mit den in Bayern tätigen Hilfsorganisationen legte das Innenministerium weitere Beschaffungen von Fahrzeugen und Geräten von ca. 5 Millionen fest. Innenminister Dr. Günther Beckstein: "Das wird die Schlagkraft der Einsatzkräfte vor Ort noch einmal einen großen Schritt voranbringen".
Für die Unterstützungsgruppen der Sanitäts-Einsatzleitungen greift ab 2003 ein Förderprogramm für Einsatzleitwagen. Diese Fahrzeuge, deren Anschaffung mit jeweils fast 50.000 gefördert wird, dienen der Unterstützungsgruppe als Kommunikations- und Einsatzzentrale vor Ort. Für die Arzttruppkraftwagen des Bundes werden noch in 2002 insgesamt 126 Notarztrucksäcke angeschafft; 1.260 neue Meldeempfänger sichern künftig die jederzeitige Alarmierbarkeit der Helfer der Schnell-Einsatzgruppen. Für beide Maßnahmen stehen ca. 0,7 Millionen aus dem Programm zur Verfügung.
Die bereits bestehenden Vorräte an Antidoten (Gegengifte gegen chemische Substanzen) in Nürnberg und München werden weiter aufgestockt und weitere Depots in den Regionen angelegt. Beckstein: "Mit den dann vorrätigen Mengen tragen wir möglichen Anschlägen mit chemischen Stoffen mit einer weitaus größeren Dimension Rechnung. Die Depots in den Regionen tragen dazu bei, dass sich die Zeit bis zur Verabreichung erster Medikamente wesentlich verkürzt." Wegen der relativ kurzen Haltbarkeit der Antidote ist jedes Jahr ein Austausch dieser Mittel in erheblichem Umfang nötig.