Beckstein: "Anordnung des Tempolimits und Überholverbotes auf der A 8 München - Ulm wird um ein Jahr verlängert"
Wie Innenminister Dr. Günther Beckstein heute mitteilt, wird die am 1. Februar 2001 versuchsweise, auf ein Jahr befristete Anordnung des Tempolimits und LKW-Überholverbots auf der A 8 zwischen München und Ulm um ein weiteres Jahr verlängert. Zwischenzeitlich vorliegende Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass die Verkehrsbeschränkungen zu einer höheren Leistungsfähigkeit und einem gleichmäßigeren Verkehrsablauf auf dieser überlasteten, noch nicht sechsstreifig ausgebauten Autobahn führen. Außerdem ist ein Rückgang bei der Zahl und Schwere der Unfälle festzustellen. Eine gesicherte Aussage, ob dieser dauerhaft anhalten wird, ist jedoch erst nach Auswertung der Unfallentwicklung von mindestens drei Jahren möglich.
Die Verkehrsverhältnisse auf der mittlerweile 60 Jahre alten Autobahn A 8 zwischen München und Ulm sind streckenweise geprägt durch hohes Verkehrsaufkommen und Spitzenbelastungen bis zu 100.000 Fahrzeugen. Ihre baulichen Defizite wie fehlende Seitenstreifen, abschnittsweise große Steigungen und teilweise enge Kurven und Kuppen mit unzureichenden Haltesichtweiten lassen sich nur mit einem Ausbau beheben. Bis dahin sollen weiterhin verkehrsrechtliche Maßnahmen die Verbesserung des Verkehrsablaufs und der Verkehrssicherheit sicherstellen.
Am 1. Februar 2001 wurde auf der gesamten Strecke der A 8 zwischen den Anschlussstellen Dachau/FFB und Leipheim versuchsweise ein Tempolimit von 120 km/h und - mit Ausnahme zweier so genannter Entspannungsstrecken - ein LKW-Überholverbot während der Tageszeit (6.00 - 20.00 Uhr) angeordnet. Mit der auf ein Jahr befristeten Anordnung sollte untersucht werden, inwieweit sich hierdurch die Leistungsfähigkeit und der Verkehrsablauf auf der A 8 - West verbessern ließe. Die nun vorliegende verkehrstechnische Begleituntersuchung und wissenschaftliche Bewertung der TU München zeigen, dass die Verkehrsbeschränkungen zu einer gleichmäßigeren Auslastung der Fahrspuren und zu einem homogeneren Verkehrsablauf führen. Das schafft in Zeiten mit hoher Verkehrsbelastung zusätzliche Kapazitäten.