Bundesweite Polizeiaktion zur Kontrolle von Lkw und Omnibussen:
In Bayern jedes vierte Fahrzeug beanstandet
In der Zeit von Donnerstag, den 14. März (6.00 Uhr) bis Freitag, den 15. März 2002 (6.00 Uhr) fand der zwischen den Innenministerien der Länder abgestimmte bundesweite Schwerverkehrskontrolltag statt. Wie Innenminister Dr. Günther Beckstein heute mitteilt, hat die Polizei allein in Bayern dabei 8.135 Lkw und Kraftomnibusse kontrolliert. Davon mussten insgesamt 1.874 Fahrzeuge oder Fahrzeugführer beanstandet werden. Dies bedeutet eine Beanstandungsquote von ca. 23 Prozent und belegt die Notwendigkeit derartiger Verkehrskontrollen.
Im Rahmen der polizeilichen Kontrollen in Bayern wurden außerdem insbesondere folgende sonstigen außergewöhnlichen Verstöße festgestellt:
* 1 Fall von Fahren unter Drogeneinfluss
* 4 Fälle von Fahren ohne Fahrerlaubnis
* 6 Fälle von Fälschung technischer Aufzeichnungen
* 6 Fälle von Urkundenfälschung
* 1 Vergehen nach dem Pflichtversicherungsgesetz
* 1 Vergehen nach dem Waffengesetz
* 3 Vergehen nach dem Ausländergesetz (1 abgelaufener Pass , 2 Fälle von illegaler Beschäftigung von ausländischen Lkw-Fahrern)
* 1 Festnahme aufgrund einer Fahndungsnotierung
* 1 Vergehen gegen das Zollgesetz (Lkw-Fahrer hatte 7 Stangen unversteuerter Zigaretten im Motorraum versteckt)
* 7 Fälle von Überladungen
* 1 Fall von fehlender Ladungssicherung: Bei der Kontrolle eines Planenzuges aus der Schweiz wurde festgestellt, dass er große Reifen ohne entsprechende Sicherung geladen hatte. Ein Reifen hatte bereits ein Brett der Bordwand abgebrochen. Andere Reifen drückten die Planenwand nach außen. Die Weiterfahrt wurde erst gestattet, nachdem der Fahrer die Reifen entsprechend gesichert hatte.
Dass die Kontrollen des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs erforderlich sind, belegen auch die vorläufigen Unfallzahlen des vergangenen Jahres. So wurden im vergangenen Jahr insgesamt 21.446 Unfälle polizeilich erfasst, an denen Lkw beteiligt waren. Dabei wurden 9.808 Personen verletzt und 311 getötet. Im Vergleich dazu ereigneten sich im Jahr 2000 insgesamt 21.787 Lkw-Unfälle mit 9.724 verletzten und 349 getöteten Personen. Insgesamt stellen Lkw-Unfälle nach wie vor einen überproportionalen Anteil an den schweren Verkehrsunfällen in Bayern. Deutlich wird dies auch daran, dass im Jahr 2001 die bei Lkw-Unfällen 311 getöteten Personen einem Anteil von 23,3 Prozent aller bei Verkehrsunfällen getöteten Personen (1.334) entsprechen. Kraftomnibusse waren im letzten Jahr in 931 Fällen an Verkehrsunfällen mit Personenschaden beteiligt. Gegenüber rund 893 Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Kraftomnibussen im vorhergehenden Jahr bedeutet dies eine Zunahme um 4,25 Prozent.