Pinakothek der Moderne, München
Beckstein und Zehetmair stellen größten Museumsneubau
Deutschlands vor
In diesen Tagen gehen die Bauarbeiten an der Pinakothek der Moderne, dem größten Museumsneubau Deutschlands, zu Ende. Innenminister Dr. Günther Beckstein und Wissenschaftsminister Hans Zehetmair nahmen das zum Anlass, den Neubau heute der Presse vorzustellen. Zehetmair betonte, dass der Freistaat Bayern und die Stadt München mit der Pinakothek der Moderne ein Museum erhalten, das den Vergleich mit den großen Museen der Kunstmetropolen der Welt nicht zu scheuen braucht. Beckstein lobte: "Das Gebäude mit seinen Räumlichkeiten ist nicht nur architektonisch hervorragend gelungen, sondern bietet auch eine optimale Ausstattung." Das rund 121 Millionen Euro teure Vorhaben wurde im Wesentlichen aus dem mit Privatisierungsmitteln gespeisten Programm "Offensive Zukunft Bayern" finanziert. Die Planung des Museums lag in der Hand des Architekten Stephan Braunfels. Sein Entwurf ging als Sieger aus einem bundesweiten Architektenwettbewerb mit internationaler Beteiligung und insgesamt 167 Beiträgen hervor. Die feierliche Eröffnung des gesamten Museums wird im September dieses Jahres erfolgen.
Die Pinakothek der Moderne in München wird künftig die Staatsgalerie Moderner Kunst, die Neue Sammlung (Design Museum), die Staatliche Graphische Sammlung und das Architekturmuseum der Technischen Universität aufnehmen. Im Mittelpunkt des Museums steht das mit einer Lichtkuppel überwölbte Foyer, die so genannte "Rotunde". Sie ist das Zentrum einer öffentlich zugänglichen Erschließungsachse, die diagonal durch das gesamte Bauwerk verläuft und von der aus alle Ausstellungsbereiche zugänglich sind. Der Wintergarten mit Cafeteria, die zentrale Rotunde und die großzügigen Treppenanlagen bilden spannungsvolle Raumfolgen. Das Bauwerk besticht durch seine klare gestalterische Konzeption und die reduzierte Formensprache der Architektur. Der Besucher wird sich in den angenehm proportionierten und optimal ausgeleuchteten Ausstellungsräumen ganz auf das Betrachten der Kunstwerke konzentrieren können. Die ruhig und zurückhaltend gestalteten Ausstellungsräume lassen kaum etwas von den aufwändigen klimatechnischen Anlagen, Belichtungssteuerungen und den Sicherheitseinrichtungen vermuten, die im Verborgenen für einen optimalen Museumsbetrieb sorgen,
Mit diesem Projekt ist der Ausbau des Münchner Museumsforums noch nicht abgeschlossen. Dem nun fertiggestellten Neubau wird im nächsten Bauabschnitt ein Gebäude vorgelagert, in dem künftig die Staatliche Graphische Sammlung untergebracht wird. Zudem wird auf dem Gelände nördlich der Pinakothek der Moderne entlang der Türkenstraße ein weiterer Museumsneubau für die Sammlungen Brandhorst entstehen. Aufgrund der noch vorgesehenen Baumaßnahmen können die Außenanlagen, die das gesamte Museumsgelände einbeziehen, noch nicht vollständig abgeschlossen werden.