Wohnungsbaufertigstellungen in Bayern drastisch zurückgegangen
Beckstein: Kein Wachstum im Wohnungsbausektor in Sicht
Wie Innenminister Dr. Günther Beckstein heute bekanntgab, verzeichnet Bayern im Jahr 2001 mit 58.710 fertiggestellten Wohnungen das schlechteste Jahresergebnis seit 1988. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bautätigkeit im Wohnungsbau um mehr als ein Fünftel eingebrochen. Nach Einschätzung Becksteins spricht der Trend bei den Baufertigstellungszahlen nicht für einen baldigen Aufschwung der Wohnungsbau-Konjunktur. "Jetzt müssen bei den Verantwortlichen in Berlin die Alarmglocken schrillen und endlich entscheidende Verbesserungen im Steuerrecht, bei der Eigenheimzulage und beim Altersvermögensgesetz herbeigeführt werden", fordert Beckstein.
Der seit Jahren anhaltende Abwärtstrend bei den Wohnungsbaufertigstellungen in Bayern hat sich 2001 dramatisch verschärft. Nach den Feststellungen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung wurden im vergangenen Jahr nur noch 58.710 Wohnungen bezugsfertig, das sind 21,2 % weniger als im Vorjahr. Selbst bei dem bisher robusten Neubau von Einfamilienhäusern brachen die Baufertigstellungszahlen um 17,3 % ein; 2001 wurden nur noch 24.627 neue Eigenheime bezugsfertig. Beim Bau neuer Zweifamilienhäuser sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen um 22,6 % auf 8.012 Wohnungen. Bei dem ohnehin darniederliegenden Geschosswohnungsbau ging die Zahl der fertiggestellten neuen Wohnungen sogar um 27,1 % auf 18.800 Wohnungen zurück. In bestehenden Gebäuden bzw. als Hausmeister- oder Geschäftswohnungen in Nichtwohngebäuden wurden insgesamt 7.271 Wohnungen, das sind 3,7 % weniger als im Vorjahr, fertiggestellt.