11.500 Tonnen Müll im letzten Jahr auf Bayerns Straßen
Regensburger: "Straßendienste keine Müllentsorgungsunternehmen"
Im vergangenen Jahr hinterließen Reisende rund 11.500 Tonnen Müll auf den Straßenböschungen sowie den Parkplätzen und Rastanlagen entlang der bayerischen Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen. Für die Beseitigung des Mülls mußte die bayerische Straßenbauverwaltung rund 9 Millionen Euro aufwenden. Die allein an den Autobahnen angefallene Müllmenge von rund 7.600 Tonnen entspricht einem jährlichen Müllaufkommen einer Stadt von etwa 50.000 Einwohnern", gab Innenstaatssekretär Hermann Regensburger heute in München bekannt.
Regensburger wies darauf hin, dass es sich dabei nicht nur um reisetypischen Abfall wie etwa Verpackungen von Lebensmitteln handelt, sondern dass die Straßen mit ihren Nebenanlagen immer wieder als Müllkippen mißbraucht werden. "Neben gewöhnlichem Hausmüll wird nicht selten auch Problemmüll oder Sperrmüll entsorgt. Alte Sofas, Fernseher, Kühlschränke und Altreifen sind keine Seltenheit", kritisiert Regensburger. "Die Sauberhaltung der Straßenböschungen und Rastanlagen ist äußerst zeitaufwendig. Der Straßenunterhaltungsdienst muss achtlos aus dem Autofenster geworfene Gegenstände, an Wegeeinmündungen abgelegten Sperrmüll und an Parkplätzen hinterlassenen Abfall häufig mühsam von Hand aufsammeln und abtransportieren", so Regensburger weiter. Erfreulicher Weise sind in den vergangenen Jahren die angefallenen Müllmengen kontinuierlich zurückgegangen. So fielen beispielsweise 1997 noch 13.100 Tonnen Müll an, deren Beseitigung Kosten von 10,7 Millionen Euro verursachten. Dies führt Regensburger nicht zuletzt auf das verstärkte Aufstellen von Wertstoffcontainern an Parkplätzen und Rastanlagen sowie Hinweisschildern, die an das Umweltbewußtsein der Kraftfahrer appellieren, zurück. Regensburger appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die Parkplätze an Autobahnen und den übrigen Straßen nicht für ihren Haus- und Sperrmüll zu mißbrauchen. Er betont, dass ertappte Umweltsünder in jedem Fall mit einer Anzeige und empfindlichen Strafen rechnen müssen.