Beckstein: "Klage des Bund Naturschutz gegen A73 Planfeststellungsbeschluss wird zu Verkehrskollaps in der Region führen"
Als einen Rückschlag für die baldige Lösung der Verkehrsprobleme in der Region" hat Innenminister Dr. Günther Beckstein in einer ersten Reaktion die angekündigte Klage des Bund Naturschutz gegen den Planfeststellungsbeschluss zur A 73 im Abschnitt Lichtenfels - Ebersdorf bei Coburg bewertet. "Die A 73 in Thüringen soll bereits bis 2005 zwischen Suhl und der Landesgrenze durchgehend zweibahnig fertiggestellt werden. Wenn dann auf bayerischer Seite die Autobahnverbindung nicht weitergeht, droht in Oberfranken der Verkehrskollaps. Wenn der Bund Naturschutz dieses Verkehrsprojekt durch Klagen weiter verzögert, muss er auch die Verantwortung dafür übernehmen, dass die davon betroffenen Menschen weiter unnötigen Lärm- und Abgasbelastungen ausgesetzt sind", so Beckstein weiter.
"Mit der beabsichtigten Klage zeigt der Bund Naturschutz, wie egal ihm die Probleme und Sorgen der Menschen aber auch der Betriebe und Kommunen in der Region sind", kritisierte Beckstein. Er machte klar, dass sich Bayern im Interesse der von Lärm und Abgasen geplagten Anwohner und der nachhaltigen Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Oberfranken mit aller Macht dafür einsetzen wird, um die A 73 auf bayerischer Seite möglichst zeitgleich mit dem thüringischen Abschnitt fertig zu stellen.
Die A 73 als Verkehrsprojekt "Deutsche Einheit" verläuft künftig von Bamberg über Lichtenfels und Coburg zur Landesgrenze und in Thüringen weiter über Eisfeld nach Suhl, wo sie an die A 71 Schweinfurt - Erfurt anbindet. Im bayerischen Teil der A 73 ist der nördlichste 12,3 Kilometer lange Abschnitt zwischen Coburg und der Landesgrenze bei Rottenbach bereits voll im Bau und soll Ende 2002 in Verkehr gehen. Die Regierung von Oberfranken hat am 20. März 2002 den Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der A 73 im 12,5 Kilometer langen Teilabschnitt Lichtenfels - Ebersdorf erlassen. Der noch ausstehende Planfeststellungsbeschluss für die 12 Kilometer lange "Lücke" zwischen Ebersdorf und Coburg soll möglichst bis Ende dieses Jahres vorliegen.