Beckstein zu Terror-Warnungen für zivilen Flugverkehr:
"Trotz Fehlens konkreter Hinweise nicht einfach ignorieren"
"Auch wenn derzeit keine konkreten Hinweise auf Anschlagsziele oder- modalitäten vorliegen, halte ich es für grundfalsch, Warnungen vor möglichen Terrorszenarien völlig zu ignorieren oder kleinzureden. Die Anschläge vom 11. September haben bewiesen, dass sich unsere Sicherheitsbehörden auf eine neue Qualität von Terroranschlägen einstellen und Gegenstrategien weiterentwickeln müssen.Der Erfindungsreichtum der Terroristen ist unbegrenzt und die Terrorgefahr bei weitem nicht gebannt. Die jüngsten Festnahmen in den USA wegen einer "schmutzigen Bombe" und in Marokko in Zusammenhang mit Anschlägen auf NATO-Schiffe belegen das. Deswegen in Angst zu verfallen wäre ebenso schlecht wie es auch grundfalsch wäre nicht zu reagieren. Im Bereich des Flugverkehrs sind bereits seit Monaten vom Bund einige Sicherungsmaßnahmen umgesetzt und die bayerische Polizei zusätzlich sensibilisiert worden. In der derzeitigen angespannten Sicherheitslage müssen vom Bund aber zudem weitere, zum Teil vollmundig angekündigten Antiterrormaßnahmen, wie zum Beispiel die Erfassung biometrischer Daten auf Ausweispapieren und Visa endlich umgesetzt werden. Ich fordere die Bundesregierung nachdrücklich auf, hier endlich zu handeln und sich nicht von der scheinbaren Ruhe einlullen zu lassen."