eckstein zu Beck: "Zu Integrierende sind kein kleiner rechnerischer Saldo, sondern Menschen"
Zu den Vorwürfen der Bundesländerbeauftragten Marie-Luise Beck, neben dem jährlichen Zuzug seien auch Wegzuziehende Ausländer in der Debatte um das Zuwanderungsgesetz zu berücksichtigen, erwidert Innenminister Dr. Günther Beckstein: " Es geht um die Frage, in welchem Umfang jährlich Integrationsleistungen zu erbringen sind. Seriöserweise muss dabei von der jährlichen Brutto-Zuwanderung von über 600.000 Personen ausgegangen werden. Dass jedes Jahr gleichzeitig auch hunderttausende Ausländer wieder aus Deutschland wegziehen, ändert daran nichts.Zu integrieren sind nämlich nicht nur das rechnerisches Saldo von Zu- und Weggezogenen, sondern die jährlich neu zu uns kommenden Menschen, die meist lange hier bleiben wollen. Um es an einem anderen Beispiel bildhaft deutlich zu machen: Ein Busunternehmer würde ja auch nie im Leben behaupten, er habe den ganzen Tag keine Beförderungsleistungen zu erbringen, nur weil genauso viele Gäste in seinen Bus ein- wie aussteigen. Milchmädchen-Rechnungen dieser Art nimmt die Bevölkerung auch bei der Zuwanderungsfrage niemanden ab. Die unlautere Logik kann Frau Beck auch nicht damit kontern, dass sie behauptet, ansonsten würden "Gefühle geschürt". Damit erteilt sie doch nur ein Diskussionsverbot."