Allermeiste Kunden sind mit ihrem Schornsteinfeger zufrieden
Beckstein: "Kein Anlass zur Furcht vor Schwarzem Mann"
Immer wieder wenden sich Bürger an Aufsichtsbehörden und beschweren sich wegen der Monopolstellung der Kaminkehrer oder wegen aus ihrer Sicht nicht ordnungsgemäßer oder zu teuerer Arbeiten an Heizungsanlagen. "Tatsächlich belegt aber eine vom Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger im April 2001 beim Forsa-Institut in Auftrag gegebene Kundenzufriedenheitsanalyse, dass der weit überwiegende Anteil der Kunden mit dem Schornsteinfeger grundsätzlich zufrieden ist. Dabei hat der Bereich Bayern/Sachsen/Thüringen sogar am positivsten abgeschnitten. Es besteht also kein Anlass zur Furcht vor dem Schwarzen Mann", freute sich Innenminister Dr. Günther Beckstein anlässlich des Verbandstags des Zentralverbands Deutscher Schornsteinfeger am 28. Juni 2002 in Fürth über das positive Abschneiden der bayerischen Schlotfeger.
Die Bayerische Staatsregierung hält im Kaminkehrerwesen weiterhin am bewährten System des beliehenen Unternehmers fest. "Die Vorteile liegen auf der Hand", so Beckstein. Der Staat muss die Gewähr dafür leisten, dass die Heizungsanlagen regelmäßig überprüft und gereinigt werden. Er kann diese Aufgaben nicht selbst ausführen. Durch die Einteilung fester Kehrbezirke kann die notwendige Kontrolle des Staates am wirkungsvollsten sichergestellt werden. Beckstein: "Die Rechtsposition des Kaminkehrers als beliehener Unternehmer garantiert in einem so wichtigen Sicherheitsbereich wie der Betriebs- und Brandsicherheit bestmögliche und unerlässliche Effizienz und Neutralität."
Außerdem werden zur Zeit die Voraussetzungen für die Errichtung einer Pensionskasse des Schornsteinfegerhandwerks unter dem Dach der Bayerischen Versorgungskammer geschaffen. Die Bayerische Staatsregierung hat dem Bayerischen Landtag einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die betriebliche Altersversorgung im Schornsteinfegerhandwerk in Form einer Pensionskasse ermöglichen wird. Für die Beschäftigten des Schornsteinfegerhandwerks soll auf deren ausdrücklichen Wunsch hin die Errichtung einer selbstverwalteten Pensionskasse bei der Versorgungsanstalt der Kaminkehrergesellen zugelassen werden. Die Pensionskasse will die bereits bestehenden Versorgungsanstalten der Deutschen Bezirksschornsteinfegermeister und die Versorgungsanstalt für die Kaminkehrergesellen in Bayern und Rheinland-Pfalz ergänzen. Zugleich könnte sie die vorhandene Kompetenz der Verwaltung nutzen und damit den Angehörigen des Schornsteinfegerhandwerks im gesamten Bundesgebiet eine umfassende Versorgung "aus einer Hand" gewährleisten.