Regensburger: "Schlechtes Sehen kann im Straßenverkehr ins Auge gehen"
Nach Meinung von Experten sind rund 300.000 Verkehrsunfälle bundesweit jährlich auf schlechtes Sehen zurückzuführen. Deswegen begrüßt Innenstaatssekretär Hermann Regensburger heute die Verkehrssicherheitsaktionen der ADAC-Stauberater, die heuer unter dem Motto "Verkehrssicherheit - Besseres Sehen im Straßenverkehr" stehen. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung steht vom 28. bis 30. Juni an der Raststätte Vaterstetten am Autobahnring A 99 das Sehtest-Mobil des ADAC als kostenloser Anlaufpunkt zur Überprüfung der Sehstärke für interessierte Kraftfahrer bereit. "Rechtzeitig sehen und gesehen werden ist das A und O der Unfallvermeidung gerade auf Autobahnen. Für Fußgänger bedeutet das, daran zu denken, zur eigenen Sicherheit gerade nachts möglichst helle, auffällige Kleidung möglichst mit rückstrahlendem Effekt zu tragen. Radfahrer aber auch Kraftfahrer müssen besonders auf die gute Beleuchtung ihres Gefährts achten. Aber auch die Kontrolle des Sehvermögens ist notwendig, sonst kann dieses Problem ins Auge gehen", so Regensburger.
"Ein hoher Verkehrssicherheitsstandard dient vor allem der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger, denn die Unversehrtheit von Leib und Leben ist ein äußerst wichtiges Gut. Dass unsere Bemühungen auch in Zukunft unverzichtbar sind, beweist auch ein Blick auf die aktuellen Unfallzahlen. Allein im letzten Jahr ereigneten sich über 348.000 Verkehrsunfälle in Bayern, bei denen über 88.400 Menschen verletzt und 1.324 getötet wurden. Nach der vorläufigen Statistik 2002 ereigneten sich bis Anfang Mai rund 95.600 Verkehrsunfälle, bei denen über 21.500 Menschen verletzt und 337 getötet wurden. Auch volkswirtschaftliche Schadenssummen in Milliardenhöhe durch Verkehrsunfälle und stetig anwachsende Staus können wir nicht einfach klag- und tatenlos hinnehmen. Sie machen deutlich, dass Unfall- und Stauverhütung, sowie allgemeine Verkehrssicherheitsarbeit ebenso wie Kriminalitätsbekämpfung und -vermeidung zu den tragenden Säulen der Inneren Sicherheit zählen", betonte Regensburger. "Zur Bewältigung dieser Aufgaben benötigen Staat und Kommunen im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger kompetente Partner wie den ADAC. Mit seinem Engagement und seiner Arbeit leistet er einen wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit", lobte der Innenstaatssekretär.