Beckstein: "Polizei zeigt randalierenden Fussballfans die rote Karte"
"Für den Fall, dass es während der Jubelfeiern nach dem WM-Finale oder dem Spiel um den 3. Platz zu Ausschreitungen oder Straftaten durch stark alkoholisierte, lärmende und aggressive Fußballfans kommen sollte, ist die Bayerische Polizei bestens gewappnet. Sie wird alles unternehmen, damit Verstöße gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung sofort und konsequent unterbunden werden. Die Fans sollen wissen: Wer Regeln verletzt, dem zeigt die Polizei die rote Karte", warnte Innenminister Dr. Günther Beckstein heute in München. Bisher haben in Bayern Fußballfans Siegesfeiern vor allem in den Innenstädten von München, Augsburg und Nürnberg, aber auch Rosenheim, Ingolstadt und Regensburg abgehalten.
Sowohl nach dem Spiel um den 3. Platz am Samstag, 29. Juni 2002 als auch nach dem WM-Finale am morgigen Sonntag, 30. Juni 2002 ist damit zu rechnen, dass sich zahlreiche Fans zu spontanen Jubelfeiern auf öffentlichen Straßen und Plätzen sowie zu Autokorsos versammeln werden. Die Polizei wird mit der gebotenen Entschiedenheit einschreiten, wenn Fans mutwillig durch penetrantes Hupen, rücksichtsloses Fahren oder Lahmlegen des Verkehrs andere gefährden, behindern oder nötigen. Die örtlich zuständigen Polizeidienststellen sind angewiesen, aufgrund ihrer eigenen Lagebewertung die erforderlichen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu treffen. Vorrangig wird die Polizei an das Verständnis und die Einsicht der jubelnden Fans appellieren. Insbesondere sollen Informationsbeamte mit kommunikativen Mitteln eventuell entstehende Konflikte lösen. "Wer jedoch Anwohner mit unzumutbaren Lärm belästigt, den Verkehr über Gebühr behindert, gewalttätig wird oder gar betrunken fährt, muss mit gebührenpflichtigen Verwarnungen, Ordnungswidrigkeiten- oder Strafanzeigen, Führerscheinentzug, Fahrzeugsicherstellung und mit Gewahrsam- oder Festnahme rechnen", so Beckstein.