Verband der Wohnungswirtschaft verabschiedet Rager und Haberstock
Regensburger lobt Engagement beim Experimentellen Wohnungsbau in Bayern
"Der zunehmende Wandel der sozialen Strukturen fordert zum Nachdenken über neue Wohnformen ebenso wie der Zwang, fossile Energieträger zu schonen und den CO2 - Ausstoß zu mindern. Kostengünstiges, flächen- und ressourcensparendes Bauen ist deshalb eine Daueraufgabe, der wir uns jeden Tag aufs Neue stellen müssen. Die Modellvorhaben des Experimentellen Wohnungsbaus in Bayern greifen solche Zukunftsfragen auf und geben Antworten für die baukulturelle Entwicklung von morgen. Damit nehmen sie auch Einfluss auf die generelle Entwicklung des Wohnungsbaus in den kommenden Jahrzehnten. Die Modellprojekte lassen sich nur im Zusammenwirken mit der Wohnungswirtschaft, der Wissenschaft und der Bauwirtschaft entwickeln und verwirklichen. Dank des Einsatzes von Herrn Rager und Herrn Haberstock wurden mehrere erfolgreiche Projekte durchgeführt, die große Beachtung finden. Durch ihr Engagement ist der bayerische Experimentelle Wohnungsbau ein Markenzeichen auch über die Grenzen Bayerns hinaus geworden", lobte Innenstaatssekretär Hermann Regensburger anlässlich der Verabschiedung des Vorsitzenden Herrn Wilfried Rager und von Herrn Otto Haberstock aus dem Gesamtvorstand des Verbandes der Wohnungswirtschaft Bayern am 10. Juli 2002 in München.
"Herr Rager hat die staatliche Wohnungsbauverwaltung mit seinem enormen Erfahrungsschatz aus der Praxis der Wohnungswirtschaft in vielfältiger Weise unterstützt. Dem staatlichen Experimentellen Wohnungsbau stand er seit jeher aufgeschlossen gegenüber. Mit seinem Unternehmen, der BSG Allgäu, hat er mehrere erfolgreiche Projekte durchgeführt, die einen Beitrag zur praxisnahen Forschung liefern. Diese Modellvorhaben wurden sogar in bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerben ausgezeichnet", betonte Regensburger. Beispielhaft nannte er die Selbsthilfe zum kosten- und flächensparenden Bauen in Kempten - Am Heubach, Mietwohnungen in Holzbauweisen in Weitnau und den kostengünstigen Wohnungsbau in Kempten - St. Mang Ludwigstraße.
"Auch das Unternehmen GWG, dem Herr Haberstock angehörte, erzielte in Kooperation mit der Landeshauptstadt München und der Obersten Baubehörde beachtenswerte Ergebnisse", sagte Regensburger. Als Beispiele dazu nannte er das europaweit erste viergeschossige Wohnhaus in Holzbauweise in der Hofangerstraße und das Modellvorhaben in Niedrigenergiebauweise in der Ganghoferstraße. Diese Projekte wurden mit Bauherrnpreisen der Kooperation des Bundes deutscher Architekten, des Gesamtverbandes der Wohnungswirtschaft und des Deutschen Städtetages ausgezeichnet.