Verdienstkreuz 1. Klasse für Ludwig Scholz -
Kommunale Verdienstmedaille für Karl Freller
Einladung an die Presse
Auf Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber hat Bundespräsident Johannes Rau den ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Ludwig Scholz, wegen seiner herausragenden Verdienste um das Gemeinwesen mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Auf Vorschlag von Innenminister Dr. Günther Beckstein wird Kultusstaatssekretär Karl Freller aufgrund seiner besonderen Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung mit der Kommunalen Verdienstmedaille geehrt.
Beckstein wird die Auszeichnungen den Geehrten am
Montag, dem 22.07.2002, 17.30 Uhr
in der Waldschänke des Tiergartens Nürnberg
(Lage innerhalb des Tiergartens)
Am Tiergarten 30 in Nürnberg
aushändigen.
Berichterstatter und Bildberichterstatter sind zu dem öffentlichen Empfang, von 17.30 Uhr bis 18.00 Uhr, herzlich eingeladen. Die Zufahrt zur Waldschänke ist über die Ortsstraße "Am Tierpark" unmittelbar möglich.
Ludwig Scholz (65) aus Nürnberg hat seit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1992 wichtige neue Herausforderungen angenommen und den Weg in die Zukunft unseres Landes erfolgreich mitgestaltet. So übernahm er von 1996 bis 2002 das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg und nahm dabei bedeutende Funktionen bei den Beteiligungsgesellschaften der Stadt Nürnberg und den verschiedensten Verbänden, Vereinen, Stiftungen und Organisationen wahr. Um die innovativen Kräfte im Ballungsraum Nürnberg zu bündeln, war er nicht nur Initiator, sondern wirksamer Motor bei der Gründung des Vereins "Region Nürnberg e. V.". Tatkräftig hat er sich zudem für das Zustandekommen eines regionalen Müllzweckverbandes, für die Fusion der Sparkassen sowie für die Kooperation der kommunalen Energie-Versorgungsunternehmen eingesetzt, um den Großraum Nürnberg im europäischen Wettbewerb konkurrenzfähig zu machen. So tragen u. a. Sparkassen, N-ergie und NEFkom seine ganz persönliche Handschrift. Mit der Ansiedlung verschiedener Unternehmen konnte die Arbeitslosenquote entscheidend reduziert und der wirtschaftliche Aufschwung in der Stadt forciert werden. Zu dem verbesserten Wirtschaftsklima trägt aber auch eine von ihm neue belebte Kooperation mit den Hochschulen bei. Besonders verdient hat er sich um die aktive und offensive Weiterführung der Auseinandersetzung mit der Rolle Nürnbergs in den Zeiten des Nationalsozialismus gemacht. So geht die internationale Verankerung des Nürnberger Menschenrechtspreises in der jetzigen Form ebenso auf seine Initiative zurück wie die Einrichtung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände, das im November 2001 in einem Flügel der Kongresshalle eröffnet wurde. Mit der Verleihung des UNESCO-Preises für Menschenrechtserziehung 2000 wurden seine Bemühungen gewürdigt, Nürnberg als Stadt des Friedens und der Menschenrechte zu etablieren. In seiner Amtszeit als Oberbürgermeister hat er aber auch Nürnbergs kulturelles und sportliches Image gefördert. Großartige Zeugnisse seiner gestalterischen Anstrengungen sind beispielsweise der Wiederaufbau des Hirsvogel-Saales, die Neugestaltung des Künstlerhauses mit einem Glaskubus-Vorbau, die Renovierung und Erweiterung der städtischen Museen, die aufwändige Renovierung des Opernhauses und nicht zuletzt die Feiern zu Nürnbergs 950. Stadtgeburtstag. Die Errichtung eines neuen Eisstadions, der so genannten Arena, die 2001 sogleich Spielort der Eishockey-Weltmeisterschaft wurde, ist ebenso Beleg für seine weitreichende Entscheidungskraft wie der geplante Stadionbau vor dem Hintergrund der Bewerbung Nürnbergs um die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 2006. Ferner belebte er durch seine Aktivitäten die Arbeitsgemeinschaft der fränkischen Oberbürgermeister. Landesweit Gewicht hatte darüber hinaus seine Stimme als 1. stellvertretender Vorsitzender und Mitglied des Hauptausschusses im Bayerischen Städtetag. Auch der Deutsche Städtetag wählte ihn im Jahr 2000 in seinen Hauptausschuss. Herr Scholz hat sich hohe Verdienste um das Gemeinwohl sowie um das Ansehen Bayerns und Deutschlands verdient gemacht.
Karl Freller (46) aus Schwabach ist seit 1978 Mitglied des Stadtrats Schwabach. Seit 1982 ist er auch Mitglied des Bayerischen Landtags und seit 1998 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Er hat sich als Stadtrat sehr engagiert für die Belange der Stadt und deren Bürgerinnen und Bürger eingesetzt und sich dadurch große Verdienste erworben. So war er im Personal-, im Verkehrs-, im Planungs- und im Jugendwohlfahrtsausschuss sowie im Ausschuss für Sozialfragen tätig. Durch seine maßgebliche Mitwirkung konnte die Bahnhofsunterführung beispielhaft ausgebaut werden. Auch wurde auf seinen Vorschlag hin in Schwabach die Sicherheitswacht eingeführt. Besondere Verdienste hat sich Herr Freller im Bereich der ständigen Schulpflegschaften erworben. Ihm ist die Einführung der 6stufigen Realschule in Schwabach zu verdanken. Auch die Schwabacher Hauptschulen bekamen durch seine Initiative die 10. Jahrgangsstufe und können nun den Abschluss der Mittleren Reife vergeben. Als Verbandsrat des Zweckverbands Sparkasse Roth-Schwabach hat er die Investitionspolitik und die Modernisierung der Sparkassen wohlwollend begleitet und unterstützt. Auch als Abgeordneter des Bayerischen Landtags und als Staatssekretär hat er die Belange der kommunalen Selbstverwaltung nie aus den Augen verloren.