Beckstein weist Schilys Vorwurf zu Doppelpass zurück:
"Schily verschwieg seit Wochen enorme Zuwächse"
"Bundesinnenminister Otto Schily stellte zwar am 3. Juli 2002 die Einbürgerungszahlen für Deutschland öffentlich vor.Seit damals verschwieg er jedoch die enorme Zunahme an Doppelpässen, die das neue Staatsangehörigkeitsgesetz zur Folge hat. Erst aufgrund einer Anfrage im Bundestag nannte er nun die enormen Zuwächse an Fällen, in denen der Doppelpass aufgrund der neuen Rechtslage hingenommen wird: Bundesweit erhalten über 40 % aller danach Eingebürgerten einen Doppelpass. Der Hinweis auf die Regelungen zu Spätaussiedlern und die von der Statistik früher wie heute statistisch kaum erfassbaren Fälle, in denen neu Eingebürgerte gleich die alte Staatsangehörigkeit zusätzlich wieder beantragen, können vom eindeutigen Befund nicht anlenken: Von Grundsatz im neuen Staatsangehörigkeitsrecht, den Doppelpass weitest möglich zu vermeiden, ist angesichts von über 40 % anders entschiedener Fälle kaum noch etwas zu erkennen. Deshalb bleibe ich dabei: Das Gesamtsystem ist zu weitmaschig angelegt und der Bund sorgt durch seine Anweisungen an die Verwaltung keineswegs für Zurückhaltung", erwidert Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein auf Schilys Vorwürfe.
Näheres zu den Doppelpass Zahlen in Bayern im Internet unter:
http://www.stmi.bayern.de/infothek/einbuergerung/2001/index2001.htm