Beckstein: "Modernisierung des Baubestandes hat hohe Priorität"

Beckstein: "Modernisierung des Baubestandes hat hohe Priorität"
Allein in Bayern gibt es etwa 3,5 Millionen Wohnungen, die älter als 25 Jahre sind. Der CO2-Ausstoß ist bei Altbauten, an denen bisher keine Modernisierung durchgeführt wurde, etwa doppelt so hoch wie bei vergleichbaren Neubauten. Für die Bayerische Staatsregierung hat deshalb laut Innenminister Dr. Günther Beckstein die Modernisierung des Baubestandes hohe Priorität: "Bereits seit Ende der 80er Jahre zielen die staatlichen Förderprogramme des Freistaates Bayern neben einer Einsparung von Heizenergie und Wasser auf die Reduzierung des CO2-Ausstosses ab. Allein in den Jahren 2001 und 2002 investiert der Freistaat im Rahmen des bayerischen Modernisierungsprogramms insgesamt 142 Millionen Euro in die Angleichung von Mietwohnungen an heutige Energiestandards. Bei den bayerischen Modellvorhaben des Sozialen Wohnungsbaus bildet die ökologische Modernisierung einen aktuellen Schwerpunkt. Dabei werden für Siedlungen und Gebäude, die älter als 25 Jahre sind, richtungweisende und innovative Energieeinsparungs- und Versorgungskonzepte entwickelt, die einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten. Seit 1999 wurden an sechs Standorten in Bayern für die Sanierung von insgesamt 285 Wohnungen Fördermittel in Höhe von 5,3 Millionen Euro investiert. Weitere 750.000 Euro werden noch in diesem Jahr folgen", so Beckstein.
Als Beispiel für eine ökologische Modernisierung nannte Beckstein die so genannte Bärentalsiedlung der unterfränkischen Stadt Ochsenfurt. Dabei wurden im Rahmen eines ersten Bauabschnitts 36 der insgesamt 120 Sozialwohnungen aus den 50er und 60er-Jahren kostengünstig und vorbildlich ökologisch modernisiert. Diese Wohnungen wurden bislang mit Einzelhöfen mit Öl oder Kohle beheizt. Die Warmwasserbereitung erfolgte individuell elektrisch mit Strom. Die Wohnungen wurden im Zuge der Sanierung mit einer Haustechnik mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung ausgestattet, die für Spitzenlasten und als Grundlast für die Warmwasserbereitung durch herkömmliche Technik mit hohem regenerativen Anteil ergänzt wird. Durch das neuartige Energieeinsparungs- und Versorgungskonzept werden der Verbrauch von fossilen Brennstoffen um mehr als 90 Prozent und die CO2-Emissionen um mehr als 94 Prozent reduziert. Gleichzeitig wird der Wohnwert, die Akzeptanz durch die Mieter und die Bestandsqualität enorm gesteigert und für die Zukunft nachhaltig verbessert. Auch die Programme der Städtebauförderung leisten nach den Worten Becksteins einen wesentlichen Beitrag zur Modernisierung des Baubestandes: "Von 1995 bis 2001 wurden insgesamt 1.317 Projekte mit Mitteln der EU, des Bundes und des Freistaates in Höhe von insgesamt 198 Millionen Euro gefördert; der Anteil Bayerns betrug dabei 157 Millionen Euro."


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