Bulwien: Konzentration der Wohnungspolitik
auf die Unterstützung bestimmter Problemgruppen
Beim 40. Königsteiner Gespräch des ifs Städtebauinstituts zum Thema "Wohnungspolitik vor der Neujustierung" vertrat Hartmut Bulwien, Sprecher des Vortandes der BulwienGesa AG, folgende Thesen:# Der Markt in Deutschland ist quantitativ gesättigt; dies gilt sowohl für den Wohnungsbau als auch den gewerblichen Sektor.
# Dennoch gibt es qualitative Bedarfe bei gleichzeitigem Leerstand in den einzelnen Marktsegmenten.
# Im Wohnungsbau sind neue Zielgruppen anzusprechen: Senioren, Rückwanderer in die Städte, Kleinhaushalte, Problemgruppen.
# Der Wohnungsbau benötigt keine flächendeckenden Subventionen. Die Wohnungspolitik muss sich von der Versorgung breiter Bevölkerungsschichten auf die Unterstützung bestimmter Problemgruppen konzentrieren.
# Die Wohnungspolitik muss eine regionale Differenzierung anstreben: Wachstumskerne, Städte als Mittelpunkt, Förderung im Bestand.
# Das Mietrecht muss liberalisiert werden. Über die steuerlichen Anreize im Mietwohnungsbau (insbesondere degressive Afa) ist zu diskutieren. Die Normen müssen verringert werden.
# Grundsätzlich ist eine soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit anzustreben.
# Die statistischen Grundlagen im Wohnungswesen müssen verbessert werden.