Beckstein: "Fluteinsatz Musterbeispiel für Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr"
"Die Flutkatastrophe in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt hat erneut bewiesen, wie einsatzbereit und selbstlos unsere Freiwilligen Feuerwehren in Bayern sind. Sie bilden den sozialen Gegenpol zu einer Spaßgesellschaft, die das eigene Vergnügen und Egoismus über alles stellt. Unsere Feuerwehren dienen im Interesse der Allgemeinheit vorbehaltlos, kostenlos und vor allen Dingen selbstlos," lobte Innenminister Dr. Günther Beckstein heute anlässlich der Eröffnung der Feuerwehraktionswoche in Erlangen. Der Innenminister dankte in diesem Zusammenhang den Freiwilligen Feuerwehren ausdrücklich für ihre Leistungen bei der Bewältigung der Flutkatastrophe. Beckstein: "Die Schäden aus dem heurigen Hochwasser dürften nach bisherigen Schätzungen deutlich unter denen des Pfingsthochwassers von 1999 liegen. Dies ist in erster Linie der Verdienst der bayerischen Hilfsorganisationen und Feuerwehren, die durch ihren unermüdlichen Einsatz und Engagement dazu beigetragen haben, das Hochwasser in Bayern in Grenzen zu halten und die Schäden im beherrschbaren Bereich zu belassen. Zudem haben die bayerischen Feuerwehren auch im besonders betroffenen Sachsen und Sachsen-Anhalt mit rund 2.500 Mann und ca. 500 Fahrzeugen Nothilfe geleistet. Auch hierfür sage ich im Namen der betroffenen Menschen und der bayerischen Staatsregierung ein herzliches Dankeschön und Vergelt's Gott."
Die diesjährige Feuerwehraktionswoche steht unter dem Motto "Wir werden nachts aus den schönsten Träumen geweckt - um so manchen Albtraum zu erleben". Das Motto soll daran erinnern, dass die Mitglieder der Feuerwehren oftmals aus ihrem Privatleben herausgerissen werden, um anderen zu Hilfe zu eilen. Dabei werden sie oft mit Situationen konfrontiert, die auch für sie an die Grenze der Belastbarkeit gehen. Beckstein: "Der Dienst der Feuerwehrangehörigen ist kein Bürojob, er dauert 24 Stunden, sieben Tage in der Woche und er kennt keine Pausen. Welche psychischen Belastungen unsere Feuerwehrangehörigen bei ihren Einsätzen oftmals verkraften müssen, kann der Durchschnittsbürger beim Lesen einer Unfall- oder sonstigen Katastrophenmeldung in der Zeitung allenfalls erahnen. Um unseren Feuerwehrlern bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse zu helfen, steht in Zukunft bei staatlichen Feuerwehrschule Geretsried ein speziell ausgebildeter Psychologe zur Verfügung."