Innenstaatssekretär Regensburger und Oberbürgermeister Ude geben Startschuss für Münchner Siedlungsmodell "Ackermannbogen"
Innenstaatssekretär Hermann Regensburger und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude haben am 26. September 2002 den Startschuss für das rund 600 Wohneinheiten umfassende Siedlungsmodell "Ackermannbogen gegeben. Der Freistaat unterstützt dieses Vorhaben mit über 19 Millionen Euro aus Mitteln der Offensive Zukunft Bayern. Das Modellprojekt ist der erste Bauabschnitt für ein neues Stadtquartier mit insgesamt über 2.000 Wohnungen, Büros, Läden und großzügigen Grünflächen, das in den kommenden Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Waldmann- und Stetten-Kaserne nahe dem Olympiapark entstehen soll. Regensburger betonte, dass zur Deckung der anhaltend hohen Nachfrage insbesondere nach bezahlbarem Wohnraum in München allergrößte Anstrengungen erforderlich seien. Der Freistaat Bayern gehe dabei an die Grenzen seiner finanziellen Leistungsfähigkeit. Allein in diesem Jahr fließen rund 70 Millionen Euro Fördermittel für Wohnungsbauvorhaben nach München.
Laut Regensburger erfolgte die Projektentwicklung für das Siedlungsmodell "Ackermannbogen" in enger Abstimmung mit den beteiligten Investoren, die sich zur "Schwabing am Olympiapark GbR" zusammengeschlossen haben. Aufbauend auf dem Ergebnis des städtebaulichen und landesplanerischen Ideenwettbewerbs von 1997 haben Investoren, Freistaat und Landeshauptstadt gemeinsam die Projektumsetzung über einen Realisierungswettbewerb vorbereitet, der im Dezember 2000 entschieden wurde. Das Ergebnis ist ein lebendiger Stadtteil mit einem breiten Wohnungsangebot vom Appartement über familienfreundliche Drei-, Vier- und Fünf-Zimmer-Wohnungen - sowohl im geförderten wie im frei finanzierten Bereich - bis hin zu Reihen- und Atriumhäusern. Verkehrsberuhigtes Wohnumfeld, Barrierefreiheit, niedriger Wärmebedarf, innovative Konzepte zur Regenwasserableitung und besonders kostengünstiges Bauen sind nur einige der Programmziele, die zwischen den Beteiligten vereinbart wurden und nun mit intelligenten Lösungen umgesetzt werden.
Mit dem Projekt "Ackermannbogen" wird das Programm "Siedlungsmodelle" komplettiert, für das der Freistaat insgesamt 100 Millionen Euro aus Mitteln der Offensive Zukunft Bayern einsetzt. Die insgesamt 12 bayerischen Siedlungsmodelle verbindet der Anspruch, Lösungswege für einen ökologischen, sozialen und gleichzeitig kostengünstigen Städte- und Wohnungsbau aufzuzeigen. Intelligente Planung und wohlüberlegte gut koordinierte Baudurchführung sollen dazu beitragen, diese drei auseinander strebenden Zielebenen zusammenzuführen. Dass dieses Ziel keine Utopie ist, zeigen laut Regensburger die bereits realisierten Abschnitte der Siedlungsmodelle, wie beispielsweise in der Permoserstraße in Ingolstadt. "Hier wurden als erster Bauabschnitt 51 Reihenhäuser aus Holz mit vorfabrizierten, einheitlichen Fassadenelementen mit flachem Pultdach und in strenger Reihung angeordnet. Trotz des ungewohnten Anblicks wurden die Reihenhäuser in kürzester Zeit verkauft. Die Bewohner sind - wie eine kürzlich durchgeführte Befragung ergab - von den Qualitäten der Siedlung durchwegs überzeugt. Dazu trägt vor allem die großzügige, flexible Konzeption der Häuser, das autofreie Wohnumfeld und die ökologische Bauweise mit Holz und niedrigem Wärmebedarf bei. Auch berichteten die Bewohner, dass Besucher ihre Vorurteile schnell ablegten, wenn sie sich selbst ein Bild von der Siedlung und vom Inneren der Häuser gemacht hätten. Ich hoffe, dass dies auch beim Siedlungsmodell "Ackermannbogen" gelingen wird", so Regensburger.