Beckstein: "Neue Konzepte für außergewöhnliche Winterdiensteinsätze auf bayerischen Autobahnen"
Zu Beginn des Weihnachtswochenendes 2001 führten starke Schneefälle und extreme Verkehrsverhältnisse zu einem lang andauernden Stau auf der Autobahn A 9 in Nordbayern. Aus dieser Erfahrung heraus hatte Innenminister Dr. Günther Beckstein Anfang dieses Jahres eine Arbeitsgruppe einberufen. Diese hat Handlungskonzepte für die bei winterbedingten Einsätzen auf Autobahnen beteiligten Fachstellen vorgeschlagen und dazu einen qualifizierten Rahmen-Katastrophenschutz-Sonderplan für Autobahnabschnitte erstellt, die im Hinblick auf winterliche Straßenverhältnisse als kritisch angesehen werden. "Die Fachstellen werden rechtzeitig vor Winterbeginn für diese Autobahnabschnitte präventiv konkrete Katastrophenschutz-Sonderpläne aufstellen und mit den sich daraus ergebenden Vorbereitungen und Maßnahmen beginnen. Ziel ist es, frühzeitig koordinierte Maßnahmen einzuleiten, um den Eintritt eines Katastrophenfalls zu verhindern und für einen unabwendbaren Katastrophenfall eine abgestimmte Einsatzabwicklung vorzubereiten und sicherzustellen", gab Beckstein heute in München bekannt.
Laut Beckstein führen die Regierungen unter Beteiligung der zuständigen Autobahndirektion, der Kreisverwaltungsbehörden und der Polizeidienststellen im Herbst Winterdienstbesprechungen durch. Die Autobahndirektionen Nord- und Südbayern richten Informationssammel- und Auswertestellen für Verkehr und Wetter ein. Sind länger andauernde Staus bei gleichzeitig extremen winterlichen Straßenverhältnissen absehbar, entscheiden vor Ort eingesetzte Koordinierungsgruppen über die notwendigen weiteren Maßnahmen. Die Koordinierungsgruppen bestehen ebenfalls aus Vertretern von Polizei, Autobahndirektion und Katastrophenschutzbehörde. Die Verkehrsteilnehmer werden dann durch frühzeitige Verkehrsmeldungen über kritische Verkehrs- und Wetterlagen und über Umleitungsempfehlungen, bei Verschlechterung der Lage über die Anordnung von Sperrungen und sonstigen Beschränkungen einschließlich weiträumiger Umleitungen informiert. Die Einsatzleitung im Katastrophenfall liegt bei den betroffenen Katastrophenschutzbehörden. Diese stellen sicher, dass alle erforderlichen Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind.