Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Bezirkstagspräsident Gerd Lohwasser
Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber hat Bundespräsident Johannes Rau das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den Präsidenten des Bezirkstags Mittelfranken, Gerd Lohwasser verliehen. Staatsminister Günther Beckstein wird die Auszeichnung dem Geehrten am
Donnerstag, den 21. November 2002 um 18.00 Uhr im Ratssaal
des Erlanger Rathauses
Rathausplatz 1, 91052 Erlangen
aushändigen.
Berichterstatter und Bildberichterstatter sind dazu herzlich eingeladen. Bitte Presseausweise bereithalten.
Gerd Lohwasser leistet seit 1990 hervorragende Arbeit als Präsident des Mittelfränkischen Bezirkstages. Unermüdlich und mit großem persönlichen Engagement stellt er sich der Vielfalt der von den Bezirken zu leistenden Aufgaben. So initiierte er die "Mittelfrankenstiftung für Natur, Kultur, Struktur", die der Förderung bezirksspezifischer Projekte, der Landschaftspflege und des Artenschutzes sowie der Unterstützung von Maßnahmen der Umweltbildung dient. Ferner fördert er den weiteren Ausbau des Fränkischen Freilandsmuseums in Bad Windsheim, das inzwischen eine Spitzenstellung unter vergleichbaren Einrichtungen in Europa einnimmt. Die Optimierung von Verwaltungsstrukturen, um den gestiegenen gesellschaftlichen Leistungsansprüchen bei gleichzeitig knapper werdenden Finanzen mit einer effektiven und effizienten Aufgabenwahrnehmung gerecht zu werden, ist ihm ein wichtiges Anliegen. So hat er durch die Änderung der Rechtsform und der Führungsstruktur für die Krankenhäuser der Bezirks Mittelfranken als optimierten Krankenhaus betrieb entscheidend dazu beigetragen, mehr Entscheidungskompetenz, mehr Verantwortung und einen höheren Delegationsgrad in die Häuser zu bringen. Ferner ist ihm der Ausbau internationaler Partnerschaften ein großes Anliegen. Seinen Bemühungen ist es zu verdanken, dass im Jahre 2000 mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung über die regionale Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen der Wojedwodschaft Pommern und dem Bezirk Mittelfranken der Weg hin zu einer trinationalen Partnerschaft zwischen Pommern, der französischen Region Limousin und Mittelfranken geöffnet werden konnte. Mit Nachdruck hat er sich auch für Verbesserungen im Gesundheitswesen, vor allem in der Psychiatrie und Neurologie eingesetzt, ebenso für das Projekt "Medizinstandort Erlangen - Stadt der Gesundheit". Darüber hinaus setzt er sich seit Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen für die Belange der Stadt Erlangen ein. Ob als Stadtrat, als langjähriger dritter und seit 1996 zweiter Bürgermeister oder als Stadtschulrat, stets hat er zum Wohle der Allgemeinheit Bedeutendes geleistet. Insbesondere in seiner Funktion als Stadtschulrat und damit fachlicher Leiter der Staatlichen Schulamtes in der Stadt Erlangen tritt er engagiert, umsichtig und aktiv für die Gewährleistung und Verbesserung der schulischen Verhältnisse ein. Sein Einsatz gilt in sehr konstruktiver Weise vor allem auch der Vernetzung der Arbeit mit verhaltensauffälligen Schülern sowie der Einrichtung einer ambulanten Tagesklinik für diese Kinder. 1994 wurde ihm für sein vielfältiges Engagement das Verdienstkreuz am Bandes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.