Joseph-Ströbl-Förderpreis zum 12. Mal vergeben
Regensburger: "Sicherheit im Straßenverkehr Teil unseres Lebensstandards"
Mit dem Preis der Joseph-Ströbl-Stiftung, der jährlich für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit vergeben wird, würdigte Innenstaatssekretär Hermann Regensburger zum 12. Mal drei Persönlichkeiten aus Journalistik und Wissenschaft. Der journalistische Preis (5.000 Euro) geht an Herrn Hans-Dieter Krais, den Leiter der Abteilung Verkehr und Service beim Bayerischen Rundfunk. Die beiden wissenschaftlichen Preise (zu je 2.500 Euro) erhalten Frau Dr. med. Kirsten M. Stein und Herr Dr. Heinz Böhler. Regensburger dankte den Preisträgern für ihren Einsatz gegen den Verkehrstod: "Im Einklang mit unseren Maßnahmen zu Prävention, Aufklärung und gezielter Kontrolle setzen Sie Ihre Arbeit und ihr Wissen zum Wohl Aller ein. Sicherheit im Straßenverkehr bedeutet ein Stück Lebensqualität, insbesondere für unsere Jüngsten und unsere Senioren."
Nach den Worten Regensburgers zahlt sich die konsequente Verkehrssicherheitspolitik der Bayerischen Staatsregierung aus. Der Staatssekretär: "Die Zahl der Verkehrsunfälle ging von Januar bis Juli 2002 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 9 % zurück. Die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer verringerte sich im selben Vergleichszeitraum um rund einen Prozentpunkt auf 742 Personen. Dennoch dürfen und werden wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen - denn jeder Getötete oder Verletzte ist einer zu viel."
Hans - Dieter Krais entwickelte moderne Sende-Konzepte, moderierte, schrieb Fachbeiträge und wirkte maßgeblich an Gemeinschaftsaktionen mit. Im Rahmen seiner engen Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen und Experten aus Wissenschaft und Industrie, engagierte er sich auch als langjähriger Vorsitzender der bundesweiten "Aktion Junge Fahrer" und der Münchner Motor-Presse, sowie als Beiratsmitglied der Landesverkehrswacht und dem Malteser-Hilfsdienst.
Dr. Kirsten Stein arbeitet auf dem Gebiet der Unfallursachenforschung und der Prävention gesundheitlicher Schäden, wobei insbesondere der Aufbau einer zentralen Unfalldatei auf der Grundlage der Daten der rechtsmedizinischen Institute der Bundesrepublik zu nennen sind. Außerdem untersucht Dr. Stein die Schutzwirkung verschiedener Rückhaltesysteme und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit.
Dr. Heinz Böhler hat die Verkehrssicherheit von Traktoren wesentlich verbessert. Bei schneller Straßenfahrt bewegten sich diese Fahrzeuge oft im Grenzbereich mangels ausreichender Federung und Dämpfung. Die Entwicklung eines vollständigen Simulationsmodells unterstützte die Verbesserung der Fahrwerke und erlaubte erstmals eine optimale Auslegung des Feder-/Dämpfersystems: Es kam zur Einführung der hydropneumatisch gefederten Fahrwerke. Das von Dr. Böhler entwickelte Modell ist als das weltweit modernste anerkannt.